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Marburg Gemeinsam radeln für krebskranke Kinder
Marburg Gemeinsam radeln für krebskranke Kinder
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19:56 23.07.2018
Rund 300 Kilometer lang ist die Benefiz-Radtour zugunsten krebskranker Kinder in diesem Jahr. Sie startet in Marburg. Quelle: Jan Woitas
Marburg

Rund 300 Kilometer lang ist die Benefiz-Radtour zugunsten krebskranker Kinder in diesem Jahr. Sie führt durch die beiden Bundesländer Hessen und Baden-Württemberg. Am Tag vor dem eigentlichen Tourenstart findet traditionell ein „Prolog“ statt – am Mittwoch, 8. August, auf rund 68 Kilometern in und um Gießen. Am nächsten Tag macht sich der Tross „Tour der Hoffnung“ dann von Marburg aus auf die Strecke.

OB Dr. Thomas Spies gibt um 9.15 Uhr vor dem Vila Vita Rosenpark Hotel in der Anneliese-Pohl-Allee den Startschuss. „Die ,Tour der Hoffnung‘ ist eine großartige Aktion“, sagt der Oberbürgermeister. Die Stadt Marburg unterstütze die Benefiztour aus voller Überzeugung, so das Stadtoberhaupt. Spies ruft alle begeisterten Radfahrerinnen und Radfahrer auf mitzumachen. Rund 82 Kilometer werden am Donnerstag absolviert. Stationen sind unter anderem Lollar, Hüttenberg, Butzbach und Bad Nauheim, bevor die „Tour der Hoffnung“ ihr Tagesziel in Rosbach v.d.H. erreicht.

Am nächsten Tag starten die Benefiz-Radlerinnen und -Radler von Frankfurt aus Richtung Weiterstadt und weiter nach Darmstadt (69 Kilometer). Die Startvorbereitungen zur Samstag-Etappe beginnen in Groß-Bieberau. Von dort fahren die Radlerinnen und Radler über Michelstadt, Bensheim, Heppenheim und Birkenau zum Ziel der diesjährigen Tour – sie erreichen nach rund 79 Kilometern die Angelika-Lautenschläger-Kinderklinik in Heidelberg.

Kinder studieren Lied ein

Die Organisatoren hoffen darauf, dass die Gemeinden, Firmen und Institutionen, die die Radlerinnen und Radler empfangen, sich mächtig ins Zeug legen, damit der jeweils 45-minütige Aufenthalt stets zu einem „Fest im Zeichen der Hilfe" wird. Die Kinder der jeweiligen Kitas werden das von Sänger Michael Heck eigens für die Tour geschriebene Lied „Atlantis" einstudieren und mit ihrem ganz persönlichen Motto „Kinder helfen Kindern" die Tour unterstützen. Michael Heck selbst empfängt die Besucherinnen und Besucher in den Stopp-Orten.

Bei Deutschlands größter privat organisierter Benefiz-Radtour kamen so in den vergangenen 34 Jahren über 36 Millionen Euro zusammen, die zu 100 Prozent den Kindern zugutekamen. Sämtliche Kosten werden von Sponsoren oder den Teilnehmenden selbst getragen. Die Spendenverwaltung liegt in den Händen der Kämmerei der Universitätsstadt Gießen.

Die Tour-Verantwortlichen hoffen auf ein ähnlich gutes Spendenergebnis wie 2017, bei dem über 2,3 Millionen Euro zusammenkamen. Ein stolzer Betrag, den die begünstigten Institutionen für die so wichtigen Bereiche Forschung, neue Behandlungskonzepte, pflegerische und psychosoziale Betreuung, klinische Versorgung und internationale Hilfe verwendeten.

Die sportliche Leitung, Mathias Rinn und Karsten Koch, freuen sich, dass erneut viele prominente Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Unterstützung zugesagt haben. Olympiasieger, Welt-, Europa-, Deutsche- und DDR-Meister sind dann im Feld der Fahrerinnen und Fahrer auszumachen. Petra Behle, die erfolgreiche Biathletin, ist die Schirmherrin der Tour. Kapitän des Feldes ist der aus Gevelsberg stammende, mehrfache Querfeldein-Weltmeister Klaus Peter Thaler. Für spektakuläre Fallschirmabsprünge an den Radeltagen sorgen Ex-Reckweltmeister Eberhard Gienger (MdB) und der Weltmeister im Fallschirmspringen, Klaus Renz.

„Mit dieser 35. Tour der Hoffnung“, so Chef-Organisator Gerhard Becker, „wollen wir erneut ein nachhaltiges Beispiel geben für ein sportlich-gesellschaftliches Miteinander zum Wohle von hilfsbedürftigen Kindern.“