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Marburg Tom Cruise ist wieder ganz oben
Marburg Tom Cruise ist wieder ganz oben
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21:30 14.12.2011
Schwindelerregend: Ethan Hunt (Tom Cruise) klettert die Glasfassade des Burj Khalifa, des höchsten Gebäudes der Welt, hinauf. Quelle: Paramount Pictures

Marburg. Kein Plan. Keine Hilfe. Keine Wahl. Und doch ist es an Ethan Hunt und seinem Team, die Welt vor einer nuklearen Katastrophe zu bewahren. Tom Cruise zeigt sich in Höchstform, während Regisseur Brad Bird unter Beweis stellt, dass er auch Live-Action beherrscht.

Eineinhalb Jahrzehnte ist es bereits her, da schlüpfte Tom Cruise erstmals in die Rolle des Agenten Ethan Hunt.

1996 kam „Mission: Impossible“ in die Kinos, Regie führte Brian De Palma. Weltweit hat der Film über 450 Millionen US-Dollar eingespielt. Regisseure wie John Woo und J.J. Abrams sollten folgen. Den vierten Teil nun hat Brad Bird übernommen, der bisher mit Animationsstreifen – den Oscar-prämierten Filmen „Ratatouille“ und „The Incredibles“ – reüssieren konnte. „Mission: Impossible - Phantom Protokoll“ ist sein erster Action-Film. Neben Cruise sind Jeremy Renner, Paula Patton sowie Simon Pegg mit dabei.

Eine ungeheure Detonation erschüttert zu Beginn nicht nur den Roten Platz samt Kreml, sondern stellt Ethan Hunt auch vor eine schier unlösbare Aufgabe: Er muss beweisen, dass er und sein Team, die „Impossible Missions Force“, nicht verantwortlich sind für den Anschlag. Doch es geht noch um viel mehr, letztendlich um nicht weniger als den Weltfrieden.

Was folgt, ist eine Art Achterbahnfahrt über mehrere Länder, von Moskau über Dubai bis nach Indien.

In der vielleicht spektakulärsten Sequenz des laufenden Kinojahres klebt Tom Cruise in der Manier eines Spider-Man an der Fassade des höchsten Gebäudes der Welt, dem Burj Khalifa in Dubai. Eine Szene, bei der man auch als Zuschauer kaum gefeit ist vor Schwindel und Höhenangst. Der Burj Khalifa zählt stolze 828 Meter. Auch die restlichen Stunts – darunter ein packendes Duell inmitten eines voll automatisierten Parkhauses – soll Cruise alle selbst ausgeführt haben.

Regisseur Bird aber setzt nicht nur auf Action, Stunts und Geballer. Es gibt auch ruhigere Momente und viel Humor.

Kurzum: Ein Klasse-Action-Film. Mit Ethan Hunt, respektive Tom Cruise, ist weiterhin zu rechnen – James Bond sollte sich warm anziehen.

„Mission Impossible – Phantom Protokoll“ läuft im Cineplex.

„Sarahs Schlüssel“: Im Juli 1942 verhaftet die französische Polizei fast 13.000 Juden, darunter auch die zehnjährige Sarah. Zuvor gelingt es ihr jedoch, ihren Bruder in einem Schrank zu verstecken. Den Schlüssel nimmt sie mit.

Siebenundzwanzig Jahre später recherchiert die Journalistin Julia Jarmond (Kristin Scott Thomas) an einer Geschichte über die Razzia vom Juli 1942 und stößt dabei auf das Schicksal Sarahs. „Sarahs Schlüssel“ des französischen Regisseurs Gilles Paquet-Brenner ist nach „Kinder von Paris“ ein weiterer ergreifender Film, der sich mit der Massenfestnahme der Juden im Großraum Paris beschäftigt, ein Thema, das in Frankreich lange verschwiegen wurde.

Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Tatiana de Rosnay. Die Zuschauerwertung der OP-Vorpremiere lesen Sie im „Filmtest“.

„Sarahs Schlüssel“ startet im Filmkunsttheater Atelier am Steinweg.

von Matthias von Viereck und unseren Redakteuren