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Marburg Töne funkeln wie Sterne am Firmament
Marburg Töne funkeln wie Sterne am Firmament
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19:42 28.02.2010
Ein Virtuose bei der Arbeit: Martin Stadtfeld bezauberte am Samstagabend rund 750 Gäste der Marburger Stadthalle mit seiner Interpretation von Johann Sebastian Bachs „Wohltemperiertem Klavier, Teil I“. Quelle: Uwe Brock

Marburg. Vor gut zwei Jahren gastierte Martin Stadtfeld auf Einladung des hiesigen Konzertvereins mit Bachs „Goldbergvariationen“. Er überzeugte Vorstand und Publikum gleichermaßen.

Am Samstag übertraf er mit dem ersten Teil des „Wohltemperierten Klaviers“ von Bach beim Publikum und Konzertverein alle Erwartungen: Ein Konzert mit Martin Stadtfeld und dem zweiten Teil des Bach‘schen Werkes wünschen sich jetzt alle.
Stadtfeld analysierte die Werke in ihrer Form, Struktur und Satztechnik. Dabei ordnete er Präludien auch mal einer Invention (z.B. Präludium in fis-Moll, A-Dur und H-Dur), einer Toccata (B-Dur) zu oder rückte die G-Dur-Fuge in die Nähe des „Italienischen Konzerts“ und ließ auf dem Steinway-Flügel jeden Ton wie ein Stern und jedes Werk wie eine Galaxie am Firmament funkeln.

Das war schon beim ersten Werk, dem C-Dur-Präludium zu hören: Es war ein glitzernder Tonrausch in zarter Schlichtheit mit rasanten Legatobögen. Ein Besucher nannte es „ein Huschen, als ob ein Schmetterling über eine Wiese flattert“.
Ganz anders die kontrastierende C-Dur-Fuge: Klangfülle, formale Einheit und fugentechnische Virtuosität.

von Helmut Rottmann

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.