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Tödliche Familiengeheimnisse

Neu im Kino Tödliche Familiengeheimnisse

Martin Shaw hat ein dunkles Geheimnis - und das bringt seine Familie in Lebensgefahr. Die einzige Rettung in dem Actionfilm „The Cold Light of Day“ ist Sohn Will.

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Will (Henry Cavill) bleiben nur 21 Stunden, um seine Familie zu retten. Bis dahin muss er jede menge einstecken.Foto: Concorde Filmverleih

Quelle: Concorde Filmverleih

Marburg. Die meisten Familien haben ihre dunklen Geheimnisse und ihre Schwierigkeiten. Doch die, in die Geheimagent Martin Shaw (Bruce Willis) die Seinen bringt, sind tödlich. Nur Sohn Will (Henry Cavill) kann sie alle retten. Dazu muss er sein eigenes riskieren. Mit „The Cold Light of Day“ macht sich Regisseur Mabrouk El Mechri erneut an einen Action-Kracher. Doch trotz hochkarätiger Besetzung fehlt dem Film die richtige Durchschlagskraft.

Unternehmensberater Will freut sich nicht sonderlich auf den geplanten Segelurlaub vor der Küste Spaniens mit der Verwandtschaft. Er kommt mit seinem Vater nicht klar und seine berufliche Zukunft steht auf der Kippe. Aber die Aussicht auf Sommer, Sonne und Strand lockt ihn. Doch schon einen Tag später steht sein Leben auf dem Kopf: Als er von einem kurzen Landgang zurückkehrt, ist das Schiff abgetrieben und seine Familie entführt. Für Will beginnt ein tödlicher Wettlauf mit der Zeit. Er kann sie nur retten, wenn er den Kidnappern innerhalb von 21 Stunden einen mysteriösen Aktenkoffer bringt.

Hilfe bekommt er von zunächst unerwarteter Seite: von seinem Vater - der sich als Agent outet. Sie wenden sich an dessen Kollegin, die undurchsichtige CIA-Agentin Jean Carrack (Sigourney Weaver), doch auch sie scheint ein doppeltes Spiel zu spielen. Erst in seiner Halbschwester Lucía findet Will eine Vertraute, um den Kampf gegen die Entführer aufzunehmen.

Regisseur Mabrouk El Mechri bekam vor vier Jahren für sein Debüt „JCVD“ viele gute Kritiken. Mit dem semibiografischen, selbstironischen Drama schuf er dem alternden, belgischen Martial-Arts-Star Jean Claude van Damme ein filmisches Denkmal. Der scheinbar richtige Mann für harte Kost. In „The Cold Light of Day“ nun jagt er seine Protagonisten von den traumhaften Stränden vor allem durch ein malerisch in Szene gesetztes Madrid. Henry Cavill springt als Will Shaw von Hausdächern, ballert und prügelt sich, als wäre er der Geheimagent und nicht sein Vater.

Dabei muss er so viel einstecken wie der Sandsack im Trainingsraum der Klitschko-Brüder, beweist aber in jeder Einstellung aufs Neue seine Stehaufmännchen-Qualitäten.

Weaver, Willis, dessen Intermezzo schon nach kurzer Zeit beendet ist, und Cavill, der nächstes Jahr in Zack Snyders „Man of Steel“ in den blauen „Superman“-Anzug schlüpfen wird, sind allesamt eigentlich Garanten für großes Action-Kino. Doch in El Mechris zweiten Film bleiben sie blass und die Story dünn - auch wenn es auf der Leinwand ordentlich scheppert wie es sich für einen Actionkracher gehört.

Der Film läuft im Cineplex.

von Roland Hindl

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