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Marburg Tegut muss sich weiter gedulden
Marburg Tegut muss sich weiter gedulden
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00:17 07.11.2018
Am vergangenen Sonntag ist der Kran vor dem ehemaligen Allianzhaus abgebaut worden. Quelle: Tobias Hirsch
Marburg

Erst hieß es in diesem Sommer, dann im vierten Quartal und jetzt ist der neue Termin noch offen: Durch Verzögerungen beim Umbau des ehemaligen Allianzhauses muss sich die Supermarktkette Tegut weiter gedulden. „Einen genauen Termin können wir nicht sagen. Wir müssen erst die nächsten drei, vier Wochen abwarten“, sagt Projektleiter Klaus Diegelmann von der Werner Projekt GmbH aus Fulda, die das ­Gebäude komplett entkernt hat und nun umbaut. Diegelmann hofft, vor Weihnachten mehr sagen zu können. Fest steht, dass Ankermieter Tegut nach wie vor etwas früher eröffnen möchte, als die anderen Geschäfte.

Von Tegut einmal abgesehen, ist Diegelmann mit den Bauarbeiten im Großen und Ganzen zufrieden. Die restlichen Mietflächen seien im Zeitplan, die gesamte Eröffnung Mitte nächsten Jahres nicht in Gefahr. „Wir erwarten nicht mehr allzu viele Überraschungen“, sagt Diegelmann. „Die ein oder andere Mietfläche könnte noch im Ausbau sein, aber der Großteil ist dann soweit durch.“

Streusalz hatte Bausubstanz beschädigt

Grund für den verzögerten Einzug von Tegut seien Unwägbarkeiten im Umbau, die man nicht planen könne. „Das hat uns eingeholt“, sagt Diegelmann. Als Beispiel nennt er die alte Auffahrtspindel, die abgerissen werden musste, weil der jahrelange Einsatz von Streusalz die Bausubstanz beschädigt hatte. „Wenn sie im Bestand bauen, haben sie immer irgendwelche Überraschungen. Es gibt viele Kleinigkeiten, die erst statisch überprüft werden müssen“, sagt Diegelmann.

Die Rohbau-Arbeiten seien weitestgehend abgeschlossen. Der zweite Kran ist am vergangenen Sonntag abgebaut worden. „Wir beginnen derzeit mit dem technischen Innenausbau“, sagt der Projektleiter. Zudem entsteht aktuell das Hotel auf dem Dach.
In der Universitätsstraße ­haben die Arbeiter damit begonnen, die Fenster einzubauen. Geplant ist, dass die Fassade-Arbeiten demnächst abgeschlossen werden, damit das Gebäude winterfest ist. Danach könne man mit den Arbeiten an der Außenanlage beginnen, sagt Diegelmann.

Auch wenn sich zumindest der Einzug von Tegut verzögert, ist Diegelmann mit dem bisherigen Umbau des Gesamtprojekts zufrieden. „Bei Baumaßnahmen in dieser Größenordnung mitten in der Stadt sind Verzögerungen nicht unüblich“, sagt er.