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Marburg Tanzen in der Notaufnahme
Marburg Tanzen in der Notaufnahme
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17:30 02.05.2016
Tarek Assam, Direktor der Gießener Tanzakademie (von links), Tanzart-Managerin Dominique Suhr (Mitte) und Tanzdramaturgin Maite Beisser stellten das Programm vor. Quelle: Stephan Scholz
Gießen

29 Ensembles aus Ländern wie China, den Niederlanden, der Schweiz oder Deutschland zeigen ihr Können bei der Veranstaltungsreihe, die diesmal unter dem Motto „Tanz im Dialog mit der Stadt“ steht. „Wir greifen damit eine Idee von Intendantin Cathérine Miville auf und tragen den Tanz wieder stärker in den urbanen Raum“, erklärte Ballettdirektor Tarek Assam.

Dem Direktor der Gießener Tanzcompagnie und den Seinen ist es gelungen, zwei ganz besondere Höhepunkte zu gestalten: Die Gießener selbst tanzen während des Festivalverlaufes mehrfach am Hauptbahnhof und in der Notaufnahme des Uniklinikums. In beiden Fällen während des laufenden Betriebs.

„Unser erstes Highlight ist die Veranstaltung am Bahnhof“, sagte Assam mit Blick auf die Performance „World 
Wi(l)de Walking“, mit der die Tanzart am 8. Mai um 19 Uhr eröffnet wird. Besonders lobende Worte fand der Ballettdirektor für die gute Zusammenarbeit mit der Bundesbahn unter anderem beim Thema Sicherheit.

Die 60-minütige Performance von Félix Duméril, die auch am 15. und 16. Mai jeweils um 11 Uhr am Bahnhof zu sehen sein wird, sei sehr aufwendig. Angelegt ist das Ganze als eine Art Parcours mit vier tänzerischen Stationen, an denen ein tragbares Gerät für Musik sorgt.

Höhepunkt Nummer zwei ist die Uraufführung „Urban Voices“ in der Zentralen Notaufnahme des Uniklinikums bei freiem Eintritt am 10. Mai um 19 Uhr. Grundgedanke dieser Performance, an der drei Tänzer mitwirken, ist es, Beweggründe derer, die in die Notaufnahme kommen, tänzerisch zu spiegeln und etwa Hoffnungen und Sorgen in der Bewegung abzuleiten.

Neben diesen außergewöhnlichen Veranstaltungen gibt es wieder reichlich Programm an klassischen Spielorten. Wer sich für das gesamte Programm des Festivals unter der Schirmherrschaft von Wissenschaftsminister Boris Rhein interessiert, wird im Internet fündig unter www.tanzart-ostwest.de.

von Stephan Scholz