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Superhelden einmal ganz anders

US-Überraschungserfolg "Chronicle" startet in Marburg Superhelden einmal ganz anders

In seinem innovativen Debütfilm „Chronicle“ stellt der amerikanische Regisseur Josh Trank das Superhelden-Genre auf den Kopf: Drei Durchschnittsschüler gelangen durch Zufall in den Besitz ungeahnter Macht.

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Matt (Alex Russell, von links), Steve ( Michael B. Jordan) und Andrew (Dane DeHaan) Foto: Twentieth Century Fox

Quelle: Twentieth Century Fox

Marburg. Die Vorstellung, wie ein Vogel fliegen zu können, ist ein uralter Menschheitstraum. In der griechischen Mythologie ist Ikarus für seinen Versuch, zu hoch hinaus zu wollen, von den Göttern bestraft worden. Mit Superkräften und Selbstüberschätzung setzt sich auch der amerikanische Nachwuchsregisseur Josh Trank in seinem unkonventionellen Spielfilmdebüt „Chronicle - Wozu bist Du fähig?“ auseinander. Wie bereits in seinem Kurzfilm „Stabbing at Leiàs 22nd Birthday“, der ihm über zehn Millionen Internet-Zuschauer bescherte, bewegt er sich darin stets auf Augenhöhe mit seinen jungen Protagonisten.

Der kreative, aber gestörte Außenseiter Andrew zelebriert sein eigentümliches Verhalten vor seinen Mitschülern. Sogar in der Pause versteckt er sich hinter seiner Kamera, mit der er sämtliche Erlebnisse dokumentiert. Auch zu Hause versucht er, seine Emotionen zu verbergen, da er weder das Leiden seiner sterbenskranken Mutter noch die Aggressionen seines arbeitslosen Vaters ertragen kann. Sein ganzes Leben ändert sich grundlegend, als er zusammen mit seinen beiden Freunden in einer Felshöhle eine bizarre Entdeckung macht, die ihnen übernatürliche Fähigkeiten verleiht.

Zunächst gelingt es dem jugendlichen Trio, mit bloßer Gedankenkraft nur kleinere Gegenstände zum Fliegen zu bringen. Schließlich können sie sich selbst in die Lüfte schwingen und sogar Autos zum Abheben bringen. Die jungen Schauspieler waren dabei gefordert, die Stunts überwiegend selbst zu absolvieren.

Aus diesem anfänglichen Spaß wird tödlicher Ernst, als der unberechenbare Außenseiter seinen Allmachtsfantasien freien Lauf lässt und seine neu errungene Macht missbraucht. Der junge Superheld hinterlässt überall eine Schneise der Verwüstung und kann nur noch von einem früheren Freund gestoppt werden. In den USA wurde das mitreißende Teenager-Abenteuer zu einem Überraschungserfolg. Der nur rund gut 9 Millionen Euro teure Spielfilm spielte an den amerikanischen Kinokassen bereits knapp 48 Millionen Euro ein.

n 582 Besucher sahen den Film am Dienstag in der OP-Sneak-Preview. Die Meinungen war geteilt. „Spannender, fesselnder Film“, schreibt Annika Battenfeld aus Marburg auf ihre Wertungskarte. „Der beste Film seit Langem“ ist es für Julian Leweling aus Marburg. „Wirklich, wirklich langweilig“, fand ihn Ullrich Friedrich aus Marburg.

Jeweils zwei Kinokarten haben gewonnen: Lena Gleissner und Elisa Kreibich aus Marburg, Jonas Boßhammer aus Kirchhain, Miriam Roggenbuck aus Fronhausen und Jens Simon aus Dautphetal. Die Karten werden zugeschickt.

Der Film läuft im Cineplex.

von Birgit Heidsiek

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