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Marburg Abriss für neues Wohnheim
Marburg Abriss für neues Wohnheim
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17:00 13.03.2018
Der Abriss des Gebäudes am Hermann-Jacobsohn-Weg ist erfolgt. Dort befand sich bis Mai 2016 der Deutsche Sprachatlas. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Bereits seit Mai 2016 ist der Deutsche Sprachatlas vom damaligen Standort am Rande des Stadtzentrums in sein neues Gebäude auf dem Ex-Brauereigelände direkt am ­Fuße der Oberstadt umgezogen. Am Hermann-Jacobsohn-Weg, wo zuvor noch der Deutsche Sprachatlas sein Domizil hatte, rückten in den vergangenen Tagen die Bagger an.

„Das alte, marode Gebäude wird komplett abgerissen, damit hier Neues entstehen kann“, teilte Studentenwerks-Geschäftsführer Dr. Uwe Grebe mit. Das im Besitz des Landes Hessen befindliche Grundstück wurde dem Marburger Studentenwerk per Erbbaurecht für eine Dauer von 99 Jahren zur Verfügung gestellt.

Das Studentenwerk will dort ein Studentenwohnheim errichten. „Das Baufeld wird jetzt vorbereitet“, erläuterte Franziska Busch, Sprecherin des Studentenwerks der OP auf Anfrage. Nachdem das Studentenwerk die Abrissgenehmigung erhalten hat, kommt das Wohnheim-Projekt somit langsam in Gang. Allerdings wird das konkrete Bauvorhaben erst noch im städtischen Gestaltungsbeirat vorgestellt, und die Baugenehmigung steht noch aus. Deswegen gibt es auch noch keinen Termin für den Baubeginn. Auch weitere Einzelheiten zu der Zahl von Wohnheimplätzen oder der Gestaltung teilte das Studentenwerk bisher nicht mit.

Wohnheimplätze reichen nur für sieben Prozent

Derweil konzentrieren sich die Verantwortlichen des Studentenwerks aber sowieso noch auf eine andere Baustelle. Die Bauarbeiten am Rande des Studentendorfs im Waldtal gehen in die letzte Runde. Dort baut das Studentenwerk das Wohnheim „Hasenherne“, in dem 80 Wohnheimplätze entstehen sollen. Die Einweihung des neuen Wohnheims soll voraussichtlich im Spätsommer, aber auf jeden Fall vor dem Start des Wintersemester erfolgen.

Derzeit leben bundesweit rund 19.000 Studierende in den fast 1700 Wohnheimen der Studentenwerke. „Mit einer durchschnittlichen Warmmiete von 241 Euro im Monat ist das Studentenwerks-Wohnheim die für Studierende preisgünstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses“, heißt es in einer Pressemitteilung des Marburger Studentenwerks.

In Marburg gibt es zurzeit 1949 Wohnheimplätze bei rund 26.600 Studierenden. Das bedeutet, für rund sieben Prozent der Studierenden steht ein Wohnheimplatz zur Verfügung. „Allein in Marburg benötigen wir 500 weitere Wohnheimplätze“, teilt der Studentenwerks-Geschäftsführer mit.

von Manfred Hitzeroth