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Marburg Strenge Komposition und Spontaneität
Marburg Strenge Komposition und Spontaneität
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19:38 23.09.2009
Gabriele Clement und Sibylle Markl (rechts) betrachten Details einer der Fotoarbeiten, die zurzeit im Technologie- und Tagungszentrum zu sehen sind. Quelle: Carsten Beckmann

Marburg. Fotografien etwa aus der Eisenacher Drachenschlucht, die auf den ersten Blick als solche gar nicht erkennbar sind, sondern durch die Verwendung grober Leinwand eher an impressionistische Malerei erinnern, zeigt die Künstlerin im TTZ. Klug komponierte Stillleben, Blumenarrangements, die ebenso sinnlich wie streng arrangiert sind.

Momentaufnahmen aus einem stillgelegten Schwimmbad, die spontan „aus der Hüfte“ geschossen wurden und jedem Betrachter eine Geschichte erzählen. Der Kontrast von Haut-Details und kühlem Metall, Linien, Formen, Farben, bunte Fotopapierstreifen, zu kleinen Teppichen verwoben. „Das ist keine Ausstellung aus einem Guss“, urteilt Gabriele Clement. Die Leiterin der Kreisvolkshochschule Marburg-Biedenkopf führte bei der Eröffnung der Werkschau Sibylle Markls in die Arbeiten ein und spricht von einer episodenhaften Ausstellung:

„Die Rückmeldungen des Publikums haben gezeigt, dass gerade diese abwechslungsreiche Vielfalt den Reiz des Gezeigten ausmacht.“ Die Trägerin des Otto-Ubbelohde-Preises zeigt ihre Ausstellung noch bis zum 27. November in den Räumen des Technologie- und Tagungszentrums Marburg an der Frankfurter Straße. Während im Foyer und in den Restauranträumen eher großformatige Aufnahmen zu sehen sind, lohnt sich auch der Gang ins erste Stockwerk, wo Sibylle Markl Collagen und andere kleine Arbeiten gehängt hat.

von Carsten Beckmann