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Marburg Stephan Thomes Bestseller "Grenzgang" verfilmt
Marburg Stephan Thomes Bestseller "Grenzgang" verfilmt
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17:32 05.11.2013
Eine Szene aus der Verfilmung des Stephan-Thome-Romans „Grenzgang“, der in weiten Teilen in und um Biedenkopf gedreht wurde: Kerstins Ex-Mann Jürgen Bamberger (Harald Schrott) hat beim Biedenkopfer Volksfest die Rolle des Mohren inne. Rechts dahinter ist Schuldirektor Granitzny (Hanns Zischler) als Mitglied einer traditionellen Männergesellschaft zu sehen.Foto:WDR/C. Pausch
Marburg

Viele Biedenkopfer fiebern der Marburg-Premiere „ihres“ Films entgegen. Schließlich machte der erfolgreiche und für den Deutschen Buchpreis nominierte Roman „Grenzgang“ 2009 Biedenkopf, im Roman Bergenstadt genannt, bundesweit bekannt. Stephan Thome hatte für seinen Romantitel das gleichnamige Volksfest in Biedenkopf gewählt, das alle sieben Jahre groß gefeiert wird. Das Fest ist der rote Faden, dem Thome folgt, um die Geschichte der geschiedenen Hausfrau und Mutter Kerstin Werner und des jungen Gymnasiallehrers Thomas Weidmann zu erzählen.

Auf dieses Buch ist der WDR schnell aufmerksam geworden. Allerdings brauchte es Zeit: Das Drehbuch musste geschrieben, Verträge mit den Darstellern gemacht werden: In den Hauptrollen sind Claudia Michelsen („Die Päpstin“) und Lars Erdinger („Tatort“) zu sehen.

Zudem wollte Regisseurin Brigitte Maria Bertele natürlich einen Grenzgang in Biedenkopf abwarten: So wurde beim echten „Grenzgang“ im August 2012 sowie vom 25. September bis 25. Oktober in Biedenkopf und Umgebung gedreht.

Präsentiert wird der Fernseh-Film am Montag, 11. November, ab 19.30 Uhr im großen Saal des Marburger Cineplex bevor er am Mittwoch, 27. November, zur besten Sendezeit in der ARD um 20.15 Uhr ausgestrahlt wird. Erwartet werden bereits um 19 Uhr zum Empfang zahlreiche Mitwirkende aus Biedenkopf, die sich über die Burschenschaften und Männergesellschaften auf Gästelisten eintragen lassen können. Erwartet werden WDR- Redakteur Michael André, Produzentin Ariana Krampe von TeamWorx Television, Drehbuchautorin Hannah Hollinger und die Schauspielerin Gertrud Roll, die in „Grenzgang“ die Mutter der Hauptfigur spielt.

„Mit hat die Erzählweise gefallen“, wird Romanautor Thome im Presseheft zu „Grenzgang“ zitiert. Thome, 1972 in Biedenkopf geboren, hat das Traditionsfest bewusst als Kulisse für seine Liebes- und Lebensgeschichte gewählt, auch weil der Fest-Rhythmus von sieben Jahren für viele Menschen ein Lebensabschnitt sei. Er erzähle von „zwei Menschen, die sich bemühen und aufrappeln, glücklich zu werden, nachdem es ihnen eine Zeitlang nicht gelungen ist“ .

Drehbuchautorin Hannah Hollinger („Tod in Istanbul“) hat versucht, „das Substrat“ dieses „großartigen Romans“ herauszufiltern. Sie hat sich entschieden, die Handlung, die im Roman 28 Jahre umfasst, auf zwei Zeitebenen zu begrenzen und sich auf die Protagonistin Kerstin Werner zu konzentrieren.

Kerstin verkörpere ein nicht untypisches Frauenbild. Sie sei wegen ihres Mannes in der Kleinstadt hängengeblieben, selbst als der sie nach Jahren wegen einer jüngeren Frau verlassen habe. Sie sei alleinerziehende Mutter, pflege aufopferungsvoll ihre demente Mutter und „kümmert sich am wenigsten um sich selbst“. Die Einsamkeit betäube sie mit Alkohol und Tabletten.

Das traditionsreiche Volksfest mit seinen festen Regeln gibt auch im Film die bunte Kulisse für die Geschichte dieser Frau und des Lehrers Weidmann.

„Wie den beiden Protagonisten ergeht es vielen Frauen und Männern, die gescheiterte Beziehungen hinter sich haben und sich scheuen, ein neues Wagnis einzugehen“, meint Autor Thome über seinen ebenso einfühlsamen wie authentisch wirkenden Debütroman.

von Uwe Badouin

In die Ferne schweifen - das haben ihre Augen fast verlernt. Seit vier Jahren sieht sie die immer selbe Umgebung - ihr Zimmer in einem Gießener Pflegeheim. Jetzt hat sich Maria Langstroff einen Traum erfüllt: ein letztes Mal das Meer sehen. Koste es, was es wolle. Und wenn es ihr Leben ist.

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