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Staunen auf dem Kurfürstendamm

Lesung Staunen auf dem Kurfürstendamm

Am Freitagabend füllte der Autor Christoph Hein mit seiner Lesung aus: „Von allem Anfang an“ die alte Aula der Philipps-Universität.

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Christoph Hein.

Marburg. Zu DDR-Zeiten waren die Bücher von Christoph Hein aufsehenerregend, sie galten gerade zu als rebellisch. Die Zensur verachtend, entwarf Hein Figuren, die in der sozialistischen Gesellschaft scheitern. „Er schreibt über Antihelden, die gerade weil sie keine sind, Helden sind“, sagt Hubertus Neuhausen, Direktor der Universitätsbibliothek, in seiner Begrüßungsrede. „Wer zu Zeiten der DDR sozialisiert war, der las Texte und dachte anschließend darüber nach, was darin gestanden haben könnte“, sagte Neuhausen weiter und betonte: „Hein ist ein Meister der Zwischentöne“.

Sein Roman „Von allem Anfang an“, aus dem Hein las, ist dagegen aus heutiger Sicht eher unaufdringlich konzipiert. Dennoch ist der Kontext des politischen Systems in der DDR zwischen dem Volksaufstand 1953 und dem Ungarnaufstand im Jahr 1956 deutlich wahrnehmbar. Professorin Christa Heilmann führte durch die Veranstaltung, die den Auftakt der einwöchigen Kampagne „Deutschland liest: Treffpunkt Bibliothek“ darstellte. Die bis zum 13. November dauernde Ationswoche findet in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband statt und dient dazu die Bibliotheken als wichtigen Faktor des gesellschaftlichen Lebens zu präsentieren.

In dem Kapitel, das Hein in der Alten Aula vortrug, werden Daniels Eindrücke auf dem Kurfürstendamm während eines Besuchs bei seinem Bruder in Westberlin in detaillierter Weise geschildert.

von Anja Lauer

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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