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Marburg Musicals füllen die Konzerthallen
Marburg Musicals füllen die Konzerthallen
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19:00 12.01.2018
Das linke Foto zeigt eine Szene aus der temporeichen Show „Best of Musicals – Starnights“, die in Stadtallendorf zu sehen war. Recht ist die „Schneekönigin“ im Erwin-Piscator-Haus zu sehen. Quelle: Alfons Wieber, Ann-Kristin Schmidt
Stadtallendorf / Marburg

Hervorragende Stimmen, hohes Tempo, farbenprächtige Kostüme, artistische Tanzeinlagen und effektvolle Lichtreflexe prägten die Show „Best of Musicals – Starnights“. In der Stadtallendorfer Stadthalle wurde sie am Donnerstagabend am Ende von rund 400 Besuchern mit ­tosendem Beifall begeistert ­gefeiert.

Rund zweieinhalb Stunden lang entführten die sieben Frauen und sieben Männer die Besucher in mehr als 50 Jahre Musical-Geschichte. „Ihre Augen werden Ohren und ihre Ohren werden Augen machen“, kündigte Solist Benjamin Fröhlich die Show an. Und die Besucher, die von Beginn an mitgingen, wurden nicht enttäuscht.

Auf dem Programm standen Auszüge aus der „West Side Story“, „Mary Poppins“ mit dem Zungenbrecher „Supercalifragilisticexpialidocious“, dem „Phantom der Oper“, dem „König der Löwen“, „Falco meets Amadeus“, Les mireables“ und „Waterloo“ aus dem Abba-Klassiker „Mamma mia“, zu dem das Publikum begeistert im Takt klatschte.

Allein der Klang der Namen und Titel weckte zusammen mit vielen anderen bekannten Musical-Klassikern und den dazu gehörenden Melodien Erinnerungen und tiefe Gefühle bei den Besuchern aller vertretenen Altersgruppen.

Die 14 Sängerinnen und Sänger aus Deutschland, England, Schottland, der Schweiz, Österreich und Italien verstanden es, bei ihren live gesungenen Auftritten diese Emotionen mit einer spektakulären Produktion zurück auf die Bühne zu holen. Einen vorzüglichen sängerischen Eindruck hinterließen dabei Bernice Ehrlich und Bex Roberts mit ihrer makellosen Interpretation des „Phantoms der Oper“ sowie Melanie Dull mit dem Klassiker „Memory“ aus „Cats“.

Beeindruckend waren auch die Lichteffekte, die Vielzahl der farbenprächtigen Kostüme und die hohe Umziehgeschwindigkeit der Künstler. Ein Highlight für viele Besucher war ein Medley aus dem gefeierten Udo-Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“. Die Show machte die Illusion eines Kreuzfahrtschiffes perfekt und die Lieder luden das Publikum zum Mitklatschen und Mitsingen ein.

Eisiges Märchen 
für Groß und Klein

Für die Zugabe hatten sich die Künstler etwas Besonderes einfallen lassen: Die Stimmung kochte auf dem Siedepunkt als zum Queen Highlight „We will rock you“ von Freddy Mercury das Publikum die Künstler unter Mitsingen und Mittanzen und „Standing Ovations“ verabschiedete.

Mit dem Musical „Die Schneekönigin“ hat am Mittwoch ein junges, achtköpfiges Ensemble mehr als 200 Besucher im Erwin-Piscator-Haus verzaubert. Das Publikum tauchte ein in die fantastische, abenteuerliche Reise der mutigen Gerda, die ­ihren Freund Kai aus dem ­Winterreich der seelenlosen Schneekönigin retten will. Der Wechsel von witzigen Dialogen, emotionalen Szenen und ausdrucksstarken Songs begeisterte das Publikum. Live gesungene Lieder und tänzerische Einlagen animierten die Besucher immer wieder zum Mitklatschen.

Auch die Kostüme waren echte Glanzlichter. Insbesondere die majestätische Garderobe der Schneekönigin brachte die Zuschauer zum Staunen. Abgerundet wurde das Theaterstück von einem schönen, liebevoll dekorierten Bühnenbild. Um die feine Detailarbeit zu erkennen, war Achtsamkeit gefragt. Alles in allem ergab es ein hervorragend aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel. „Die Schneekönigin“ war ein voller Erfolg und damit ein absolutes Erlebnis für die ganze Familie. Auch die Veranstalterin Kerstin Niepold war mit der Leistung ihrer Darsteller zufrieden und äußerte sich freudig: „Wir kommen gerne wieder nach Marburg.“

von Alfons Wieber
 und Ann-Kristin Schmidt

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