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Marburg Ständig zeichnen - „die Hand will es so“
Marburg Ständig zeichnen - „die Hand will es so“
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18:09 27.11.2013
Zeichnungen von Alfonso Hüppi betrachten diese Ausstellungsbesucher. Der Schweizer zeigt im Kunstverein außerdem Holzobjekte und Malerei.Foto: Schwarzwäller
Marburg

Es ist die erste Ausstellung des gebürtigen Schweizers in Marburg. „Ein schönes Städtchen“, befindet er. Und die Menschen, die im Kunstverein seine Ausstellung mit ihm zusammen aufgebaut haben, lobt er ebenfalls. Werke aus mehreren Jahrzehnten hängen und stehen seit der vergangenen Woche auf den beiden Etagen des Ausstellungshauses am Gerhard-Jahn-Platz. Am Freitag fand die Vernissage statt.

Die knapp 100 Gäste erfuhren in der Eröffnungsrede von Schriftsteller und Filmemacher Otto Jägersberg nicht nur etwas über den Werdegang von Hüppi, sondern zum Beispiel auch, dass dieser Alphorn blasen und das „Handörgeli“ spielen kann. „Hüppi zeichnet täglich - die Hand will es so“, erzählte Jägersberg, der wie Hüppi in Baden-Baden lebt. Wann immer er mit jemandem telefoniere, zeichne er zum Beispiel - ganze Türme von Zeichnungen sind so im Lauf der Jahre entstanden. Er habe den Verdacht, dass Hüppi Leute nur anrufe, um dabei zeichnen zu können, scherzte Jägersberg.

Alfonso Hüppi kam 1935 in Freiburg im Breisgau zur Welt und absolvierte in den 1950er Jahren eine Ausbildung zum Silberschmied - „da lernt man, es genau zu nehmen mit dem Material“, so Jägersberg. 25 Jahre war Hüppi als Professor in Düsseldorf tätig und dabei habe er diese Tätigkeit im Wortsinne verstanden: als „professore“, den „kunstausübenden und vermittelnden Bekenner“.

Von der „letzten Reise“, die er mit seinen Studenten gemacht hat, hat er rund 200 Fotos aus Armenien mitgebracht - allesamt unscharf. Hüppi hat sie trotzdem entwickelt und „Geister, Gespenster, Tiere und sonstwas“ darauf gemalt, wie er selbst sagt. Die toten Winkel und Ecken habe er „bewest“, formuliert es Jägersberg. Auch einige seiner berühmten Holzobjekte sind in Marburg zu sehen - Bretter, die sich laut Jägersberg „jetzt in einer anderen Realität“ befinden, „von ihrer Nutzanwendung befreit“.

Die Ausstellung ist bis zum 9. Januar 2014 im Kunstverein zu sehen; geöffnet dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr, mittwochs bis 20 Uhr. Kostenlose Führungen finden jeden Samstag um 16 Uhr statt.

von Nadja Schwarzwäller

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