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Marburg Für Oberstadt-Markt gibt es eine Warteliste
Marburg Für Oberstadt-Markt gibt es eine Warteliste
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00:17 05.12.2018
„Marburg b(u)y Night“ ist nur eine der Großveranstaltungen, die das Stadtmarketing Marburg organisiert. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Auch, wenn die Tage langsam kälter werden: Nun beginnt noch einmal eine heiße Phase für das Stadtmarketing. Denn mit der Großveranstaltung „Marburg b(u)y Night“ und den weiteren Aktionen in der Weihnachtszeit muss das Team um den wieder genesenen Stadtmarketing-Geschäftsführer Jan Röllmann und seine Vertreterin Daniela Maurer noch einmal zur Hochform auflaufen.

Klaus Hövel, Vorsitzender des Stadtmarketing-Vereins, ließ ­jedoch zunächst in seinem ­Bericht die Aktionen des Jahres ­Revue passieren. Allen voran sei der Oberstadt-Markt ein voller Erfolg, wie Hövel sagte – „unterstützt durch gutes Wetter, es hat lediglich an einem Samstag im Oktober leicht geregnet“. Es sei gelungen, den Markt vor dem Rathaus wieder zu beleben, „die Standflächen sind ­alle belegt und es gibt Bewerber auf der Warteliste“, sagte Hövel. „Die Händler merken, dass es funktioniert – dann kommen auch weitere hinzu“, so sein ­Fazit. Auch, wenn es sich nicht um einen Versorgungsmarkt im herkömmlichen Sinne handele, wolle man sich im kommenden Jahr noch um einen Obst- und Gemüsestand bemühen.

Gutschein übertrifft Erwartungen

Eine Erfolgsgeschichte sei auch weiterhin der „Marburg-Gutschein“, mit dem in diesem Jahr 500.000 Euro Umsatz generiert worden seien. „Wenn man mir zum Start vor sieben Jahren gesagt hätte, dass wir in einem Jahr 500.000 Euro Umsatz mit dem Projekt generieren würden – das hätte ich nicht für möglich gehalten.“ Dies sei auch der Tatsache geschuldet, dass das Projekt kontinuierlich ausgeweitet worden sei. Positiv entwickele sich auch der in diesem Jahr neu geschaffene Arbeitgeber-­Gutschein (die OP berichtete). Daniela Maurer blickte auf den Marburger Frühling zurück – die erste Veranstaltung im „Stadtmarketing-Kalenderjahr“.

Perspektivisch wolle man den Marburger Frühling zu ­einem „Kulturfrühling“ weiterentwickeln: Start ist das Festwochenende am jeweils zweiten April-Wochenende, danach soll eine Phase kommen, in der zahlreiche Kulturveranstaltungen in der Stadt unter dem Dach des „Marburger Frühlings“ vermarktet werden – mit dem Mai-Einsingen als Endpunkt. Auch das „Heimat Shoppen“ sei zwar gut angenommen worden, so Maurer, aber: „Wir müssen kommendes Jahr etwas mehr in die Vollen gehen, was den Sinn der Aktion angeht. Denn es geht nicht nur darum, kostenlose­ ­Tüten zu verteilen, sondern ­eigene Aktionen anzubieten und den Handel ­lebendig zu präsentieren.“

Röllmann will digitale Angebote bündeln

Jan Röllmann fügte hinzu, dass die Aktion – entgegen der Wahrnehmung – nicht von der IHK gesetzt werde: „Die gesamte Organisation und Durchführung liegt beim Stadtmarketing“.

Als Projekt arbeite man derzeit an einer „digitalen Agenda“, dabei sei es wichtig, etwa bei der Infrastruktur „auf die Player zuzugehen und nicht zu warten, bis die Telekom Leitungen verlegt“, so Jan Röllmann. Insgesamt gehe es darum, die digitalen Angebote in der Stadt zu bündeln, um so einen Mehrwert zu schaffen. „Wir müssen möglichst früh auf den Zug der ­Digitalisierung aufspringen, um nicht den Anschluss zu verlieren“, verdeutlichte der Stadtmarketing-Geschäftsführer.

Zeigen, „was Marburg ist und was Marburg kann“

Dazu gehöre auch, die Händlerschaft auf die Themen aufmerksam zu machen – das gehe schon bei der Findbarkeit los und ende noch nicht mit dem barrierefreien Web-Auftritt.

Um der Sperrung der Weidenhäuser Brücke proaktiv zu begegnen, habe man eine Image-Kampagne entwickelt – mit dem Ziel, die Besucher dennoch in die Stadt zu ziehen, „zu vielen Zeiten des Tages sind wir auch sehr gut zu erreichen – wir müssen nach vorne blicken“, so Röllmann. Daher könne man sich auch ein Brückenfest zur Eröffnung im kommenden Jahr vorstellen. Doch auch nach der Öffnung sei eine Image-Kampagne weiter erforderlich. Denn, so Röllmann: „Zu glauben, dass Marburg alleine davon lebt, dass es so schön ist und weil es so nette Menschen gibt, wird auf Dauer in der Konkurrenz mit anderen Oberzentren nicht ausreichen.“ Es gelte zu zeigen, „was Marburg ist und was Marburg kann“.

  • Zu neuen Kassenprüfern wurden Gerhard Werner und Martin Meier gewählt.

von Andreas Schmidt