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Marburg Sprechende Belcanto-Kultur
Marburg Sprechende Belcanto-Kultur
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15:54 27.05.2009
Quelle: Andreas Schmidt

von Michael Arndt

Buchenau. Die kleine Streicherschar – je vier erste und zweite Geigen, drei Bratschen, zwei Violoncelli, ein Kontrabass – kann einen Klang erzeugen, der an ein weit größeres Ensemble denken lässt: homogen, weich und rund in allen Lagen.

Und auch solistisch überzeugte das Südwestdeutsche Kammerorchester Pforzheim am Sonntag beim zweiten Konzert der Eckelshausener Musiktage.

Es hatte zudem wie schon für das Eröffnungskonzert mit Achim Fiedler einen idealen Gastdirigenten gewonnen. Der 44-Jährige ist selbst Geiger und leitet so renommierte Ensembles wie die Festival Strings Lucerne und das Folkwang-Kammerorchester Essen. Seine Zeichengebung (mit Taktstock!) ist außerordentlich präzise, seine Gestik und Mimik animierend und befeuernd.

Er ist ein Musiker, der den leidenschaftlichen Zugriff, das vorwärtsdrängende Brio besonders liebt, ohne freilich in langsamen Sätzen oberflächlich zu werden – ganz im Gegenteil: Dort ließ er seine Musiker auf ihren Instrumenten mit einer Ausdrucksvielfalt und -tiefe „singen“, dass man als Zuhörer mehrmals den Atem anhielt.

Das galt besonders für die beiden reinen Streicherwerke des Programms: Leoš Janáceks liebenswürdige „Suite für Streichorchester“ von 1877 und die „Vier transsylvanischen Tänze“, die Sándor Veress 1944 komponiert hat. Im elektrisierenden Finale mussten die Musiker auch ihre Stimmen und Füße als Rhythmusinstrumente einsetzen.

Mehr dazu lesen Sie in der Dienstagsausgabe der OP.