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Songslam hat gleich vier Gewinner auf einmal

Kulturladen KFZ Songslam hat gleich vier Gewinner auf einmal

Jost Heinrich Walter, Microdave, Catherine de la Roche und Zoomooze heißen die Gewinner des zweiten Marburger Songslams – aus dem heftigen Applaus des Publikums ließ sich kein eindeutiger Sieger heraushören.

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Weil die Jury sich nicht entscheiden konnte, gab es vier Sieger (im Uhrzeigersinn von links oben): Jost Heinrich Walter, Microdave, Catherine de la Roche und Zoomooze.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Überwiegend lustig – heiter, satirisch und schwarzhumorig – waren die Texte, mit denen acht Liedermacher und eine Liedermacherin am Donnerstagabend beim zweiten Marburger Songslam um die Gunst der 180 Zuhörer im Kulturladen KFZ buhlten.

Mehr oder weniger nach dem Zufallsprinzip hatte Veranstalter und Moderator Lars Ruppel fünf Zuschauer zur Jury erhoben. Die konnten an jeden Kandidaten Punkte von eins – laut Ruppel das Niveau von Dieter Bohlen oder Justin Bieber – über fünf für Mittelmaß bis hin zu zehn Punkten verteilen. Ruppels aus dem Publikum gewählte Assistentin Linda Sprenger schlug Adam Green als Messlatte für die zehn vor.

Bevor der Wettbewerb jedoch losging, stimmte der Mannheimer Singer/Songwriter Stefan Ebert als Anheizer oder „Opferlamm“, wie Ruppel ihn ankündigte, das Auditorium ein.

Eigentlich hätte der erste Songslammer somit genug Zeit gehabt, sich auf seinen Auftritt vorzubereiten, aber Ben Fischer musste sich auf der Bühne erst einmal seiner Lederjacke entledigen, seine Gitarre aus der Tasche befreien und noch einen Schluck aus der Bierpulle nehmen, bevor der Berliner mit seinem Lied Marburg, das ihm „ganz gut gefalle“ huldigte. Trotz einer gerissenen Saite erhielt er 34 Punkte.

Robert Groos aus Gießen bekam für sein etwas ernsteres und gefühlvolles Lied über das Verlassen und Verlassen werden 40 Punkte, Torben Schwuchow für seinen „Wetterbericht“ über den Umgang miteinander“ 36 Punkte. Catherine de la Roche aus Köln sicherte sich mit 43 Punkten für ihr Stück „Beatbox“ den Sieg in der ersten Runde.

Im Finale kamen nochmals vier witzig-satirische Lieder zum Vortrag. Die Entscheidung sollte über die Applausstärke erfolgen, Ruppel und Assistentin Linda hatten Walter beziehungsweise Zoomooze vorne gehört und konnten sich einfach nicht einigen.

Das Publikum forderte ein Stechen, aber da bereits drei Stunden vergangen waren, wurden kurzerhand alle vier zu Siegern erklärt.

von Manfred Schubert

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