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Marburg Skater, Sprayer und Traceure
Marburg Skater, Sprayer und Traceure
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20:22 21.07.2010
Marie Krämer und Paul Stumpf schossen die Fotos von Streetart in verschiedenen Städten, die diese und nächste Woche im G-Werk zu sehen sind. Quelle: Stefan Weisbrod

Marburg. „Urban Culture“ – das ist eine alternative Bewegung, die stark von der klassischen Vorstellung von Kultur abweicht. Im Mittelpunkt stehen mit Skateboarding, Graffiti, Breakdance und Parkour kulturelle Entwicklungen, die auf der Straße entstanden sind und einst als Phänomene sozialschwacher Großstadtviertel galten. 28 Studierende der Medienwissenschaften an der Marburger Philipps-Universität hatten die Aufgabe, ein Dokumentarfilmfestival zu organisieren und nahmen sich dafür dieses Themas an.

Eigentlich, so erzählte Student Paul Stumpf im Gespräch mit der OP, hätte es Dozent Wolf Linders genügt, wenn das Filmfestival „auf dem Papier“ entstanden wäre. Das war den Studierenden jedoch nicht genug, „wir wollten, dass etwas Echtes entsteht und haben dafür gern mehr Zeit als notwendig investiert“. „Wir kamen schnell auf ‚Urban Culture‘, ist sie doch derzeit überall präsent“, erklärte Stumpf.

Was die Studierenden letztlich zusammengestellt haben, können Interessierte ab Donnerstag im Trauma-Kino erleben. Das Festival beginnt um 18 Uhr mit einer Skateboard-Demonstration. Ab 20 Uhr wird der Film „Born To Skate“, der einen Skateboard-Trip zweier Freunde dokumentiert, gezeigt. Anschließend soll ein Gespräch zum Film stattfinden, für das Regisseur Sebastian Linda sein Kommen zugesagt hat. Der „DonnersDance“, die wöchentliche Party des Café Trauma, soll ebenfalls unter dem Motto „Urban Culture“ stattfinden.

Nachdem es zunächst um Skateboarding geht, steht einen Tag später Parkour im Mittelpunkt. Der Ablauf ist ansonsten ähnlich. Nach einer Vorführung der Sportart, bei der sogenannte Traceure ungeachtet von Hindernissen den direktesten Weg von einem zum anderen Punkt nehmen, werden im Kino zunächst zwei Kurzfilme, anschließend der Film „My Playground“ aus Dänemark gezeigt. Für das anschließende Gespräch hat Eugen Kamenews, Regisseur des Kurzfilms „Le Parkour – Marburg Revolution“ angekündigt.

Am Samstag geht’s um Graffiti. Künstler Chris Schnerr wird ab 15 Uhr eine Mauer in der Nähe des G-Werks mit Sprayfarbe neu gestalten. Am Abend sind zwei Kurzfilme zum Thema und anschließend die dänische Produktion „Inside Outside“ zu sehen, bevor es wieder eine Gesprächsrunde geben wird.

Weitere Infos zum Filmfestival gibt es im Internet unter www.urbanculture-festival.blogspot.com

von Stefan Weisbrod

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.