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Sinfonische Ländler und Piratensongs

Marburg Sinfonische Ländler und Piratensongs

Werke von Brahms, Bartók und Arturo Márquez standen am Dienstag auf dem Programm des Studenten-Sinfonieorchesters Marburg (SSO) im nahezu vollen Audimax.

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Sophia Reuter und das Studenten-Sinfonieorchester Marburg unter Dr. Ulrich Manfred Metzger führten das Viola-Konzert von Béla Bartók auf.

Quelle: Dr. Justus Noll

Marburg. Wie kürzlich die Marburger Junge Philharmonie mit einer Tschaikowsky-Sinfonie, traute sich auch das Studenten-Sinfonieorchester an die Aufführung eines Spitzenwerks der Orchester-Literatur, das eigentlich nur für Berufsorchester machbar ist. Die dritte Sinfonie von Johannes Brahms wurde im Todesjahr Wagners geschrieben, an den sie manche Exegeten erinnert. Andere sehen den Einfluss von Beethoven im Vordergrund.

Für das Allegro con brio wählte Dirigent Dr. Ulrich Manfred Metzger jedenfalls ein nicht zu schnelles, den Fähigkeiten seiner Musiker angemessenes und angenehmes Tempo. Das ruhige und nachdenklich-lyrische Andante gab den Solo-Instrumenten im Orchester, darunter insbesondere der Klarinette, Lieblingsinstrument des Komponisten, viele Gelegenheiten, Können zu beweisen und die weiten Melodiebögen der Sinfonie liebevoll zu musizieren. Dem dritten Satz, einem melancholischen Ländler, bewilligte das SSO nur sehr wenig „poco allegretto“, es zelebrierte eher einen Trauermarsch.

Durch Spielfreude und großen Einsatz der Musiker wurde das rhythmisch anspruchsvolle und zerklüftete Schluss-Allegro ein gelungener Beweis für die Richtigkeit des Versuchs, Marburgs Freunde der Sinfonik durch eine große Sinfonie zu überraschen.

von Dr. Justus Noll

Mehr zu diesem Thema finden Sie in der gedruckten OP vom 16.07.2010.

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