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Marburg Senioren spielen Krimikomödie
Marburg Senioren spielen Krimikomödie
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19:50 29.03.2012
Reinhild Skibbe (Onkel Thomas), Ramona Schlotzer (Alice) und Anne Kaiser (Tante Ashley) (v.l.n.r.) beweisen in der Krimikomödie „John Stanky, Privatdetektiv: „Pleite passé““ schauspielerisches Talent. Quelle: Katharina Schulz
Marburg

Marburg. Lady Elizabeth Bellingham wird erpresst. Ausgerechnet John Stanky (Wolfram Kirchhoff), ein zweitklassiger Privatdetektiv, erhält von Alice (Ramona Schlotzer), der hübschen und klugen Enkelin der Erpressten, den Auftrag, diesen Fall zu lösen. Obwohl seine ehrgeizige Sekretärin (Anne Bär) gerade gekündigt hat, taucht John Alice und dem hohen Honorar zuliebe nun ein in höhere gesellschaftliche Kreise.

Doch auch standesbewusste Verwandte (Anne Kaiser, Reinhild Skibbe, Renate Ölsner, Annemarie Eberle) und Hausangestellte (Friedel Frankenberger, Evelin Rusch) bringen den "neuen Bekannten" der Enkelin, der immer für einen Drink zu haben ist, nicht aus der Ruhe. Während sie munkeln und zetern ist dem Detektiv bald klar: Es ist ein Mörder unter ihnen.

Die Laienschauspieler "Aktöre 50 +/- " unter der Leitung von Theaterpädagogin Karin Wölfer setzen die Krimikomödie von Andreas Kroll charmant um. Die Damen sorgen für Spannung auf den Brettern, während Wolfram Kirchhoff alias John sich betont lässig gibt. Selbstironisch entlocken so Drehbuch und Schauspieler dem Publikum vor allem in der zweiten Hälfte herzliche Lacher, ungeachtet dessen, dass die Souffleuse (Karin Wölfer) ab und zu zum Einsatz kommt.

Die Seniorentheatergruppe wurde 2008 von Karin Wölfer ins Leben gerufen, die für den Bundesverband Theaterpädagogik arbeitet. Nach "Jetzt oder Nie" ist die Krimikomödie das siebte Stück der "Aktöre 50 +/-", mit dem sie auf der Bühne stehen. Sie spielen "weil es Spaß macht", sagt Evelin Rusch. Ein halbes Jahr lang probten sie einmal pro Woche.

Die Krimikomödie spielen sie bis Juni noch am 20. Mai im Bürgerhaus Cappel, am 15. Juni im Bürgerhaus Göttingen sowie in Frankfurt. Alle Aufführungen beginnen 19.30 Uhr

von Katharina Schulz