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Marburg „Sehr höfliche Geister“ in Vitrinen
Marburg „Sehr höfliche Geister“ in Vitrinen
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17:21 07.09.2014
Die Künstlerin Inge Schmidt (von links), der Leiter der Abteilung Altbestände und Handschriften der Universitätsbibliothek, Dr. Bernd Reifenberg, die stellvertretende Leiterin der Universitätsbibliothek, Dr. Andrea Wolff-Wölk, der kommissarische Leiter des Instituts für Bildende Kunst, Tillmann Damrau, und der Vorsitzende des Kunstvereins, Dr. Gerhard Pätzold, bei der Ausstellungseröffnung.Foto: Marcus Hergenhan
Marburg

Künstlerbücher stellen mittlerweile eine eigene Kategorie innerhalb der bildenden Kunst dar. Es sind häufig, wie auch in diesem Fall, bunt gestaltete Skulpturen aus unterschiedlichsten Materialien, die mit Büchern zu tun haben und oft auch mehr oder weniger Bücher sind. Auch die Stücke der Meisterschülerin der Städelschule Frankfurt haben häufig die Form von Büchern, ohne aber wirklich welche zu sein, ganz im Sinne der Titel der Werke wie etwa „Das Eine, das das Andere wollte“. Für die in Köln lebende Bildhauerin ist es nicht der erste Kontakt mit Marburg: Sie hatte 2012 eine Ausstellung im Kunstverein und dessen Leiter Dr. Gerhard Pätzold hat dann den Kontakt zu Dr. Bernd Reifenberg von der Universitätsbibliothek hergestellt. Die stellvertretende Leiterin der Bibliothek, Dr. Andrea Wolff-Wölk, freut sich, die Tradition der Bildungseinrichtung, Raum für Kunst zu bieten, fortsetzen zu dürfen. „Ich möchte mich hier vor allem bei allen bedanken, die diese Ausstellung ermöglicht haben, wir sind als Universitätsbibliothek dabei ganz besonders dem Kunstverein sehr verbunden“, so Wolff-Wölk. Der stellvertretende Leiter des Instituts für Bildende Kunst, Tillmann Damrau, erläuterte bei der Vernissage die Besonderheiten von Schmidts Künstlerbüchern. „Die Werke, welche die Künstlerin ganz bescheiden stets nur als ,Stücke‘ bezeichnet, vermeiden tiefergehende Inhalte zu Gunsten einer ganz bewussten Oberflächlichkeit. Das Gegenwärtige soll hier nicht degradiert werden.“

Diese Zielsetzung Schmidts sei auch der Grund für „die Abwesenheit jeglichen handwerklichen Pomps“, wie Damrau betonte.

Für die meisten Studenten dürften die Vitrinen zwar im Alltagsrauschen untergehen, doch möglicherweise findet die eine oder der andere doch die Möglichkeit, einen Blick auf diese ganz besonderen Bücher zu werfen.

Die Ausstellung ist bis zum 26. Oktober zu sehen, geöffnet Montag bis Sonntag von 8 bis 24 Uhr.

von Marcus Hergenhan

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