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Marburg Sci-Fi-Fans verwirklichen ihren Traum
Marburg Sci-Fi-Fans verwirklichen ihren Traum
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20:58 08.12.2011
Ben Goetzky (von links), Regisseur Jack Moik, Hauptdarstellerin Annette Schmiedel und Marcus Grebe freuen sich auf die Vorstellung ihres Film „Nydenion“ im Cineplex Marburg. Das rechte Bild zeigt eine Szene aus dem Film. Quelle: Thorsten Richter / Magna Mana

Marburg. Raumkreuzer und Kampfflieger rasen durch die Weiten des Alls, vorbei an Asteroidengürteln, springen durch Wurmlöcher in ferne Galaxien, passieren gigantische Trümmerfelder mit Weltraumschrott. Überreste einer Schlacht. Gekämpft wird auch – mit Lasern, mit Raketen, mit futuristischen Gewehren und mit Robotern.

„Nydenion“ ist eine Hommage an die großen Science-Fiction-Filme der 1970er und 1980er Jahre, eine Verbeugung vor Filmen wie „Star Wars“ oder „Raumschiff Enterprise“. Der Film ist eine Rarität für die deutsche Filmlandschaft, in der sich niemand an aufwändige Science-Fiction-Streifen wagt. Und er ist „Made in Marburg“.

Wer allerdings die gleiche Perfektion erwartet wie bei den großen Hollywood-Blockbustern, der wird enttäuscht. Oft wirken die Bilder in dem 90-minütigen Film ein wenig verwaschen. Als die Aufnahmen vor vielen Jahren gedreht wurden, waren die technischen Möglichkeiten des Teams äußerst beschränkt.

Regisseur Jack Moik hatte kein Multi-Millionen-Budget wie etwa George Lucas, der mit „Star Wars“ zum Multimillionär wurde. Er hatte auch keinen Weltstar wie Harrison Ford und keine Profis für Spezialeffekte, für Licht, für Masken, für die Kamera. Keiner aus seinem Team hatte Filmerfahrung.
„Wir haben uns alles selbst beigebracht“, sagt der Produzent, Drehbuchautor, Regisseur, Komponist, Modellbauer und Hauptdarsteller in Personalunion. Jack Moik und seine Mitstreiter hatten nichts, nur eine Idee, einen Traum und ganz viel Enthusiasmus. 29 Jahre alt war der Sci-Fi-Fan Moik aus Niederweimar, als er begann, ein unglaubliches Projekt zu realisieren.

„Wir haben alle vor die Kamera getrieben, Freunde, Bekannte und Verwandte“, sagt Medienwissenschaftler Marcus Grebe. So wirken manche Szenen etwas hölzern, aber das tut dem Charme des Films keinen Abbruch.

Ein Video zu diesem Thema sehen Sie am Freitag ab 15 Uhr unter www.op-marburg.de

von Uwe Badouin

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