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Schwüle Luft, heiße Musik, kaltes Eis

„Summer in the city“ Schwüle Luft, heiße Musik, kaltes Eis

„Summer in the city“ funktionierte auch ohne Sonne: Die dunklen Regenwolken am Himmel über Marburg wurden am Samstag geflissentlich ignoriert.

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Viel Schweiß und gute Musik: The Sonic Boom Foundation.

Quelle: Jan Bosch

Marburg. Schon in den frühen Nachmittagsstunden drängten sich viele Besucher in der Schulstraße, um an zahlreichen Flohmarktständen nach Schnäppchen zu jagen, bei einem Bio-Eis die schwülen Temperaturen zu vergessen oder mit Freunden im Biergarten vor dem KFZ zu klönen. Die Crew des Kulturladens sorgte natürlich wieder für ein abwechslungsreiches musikalisches und kulinarisches Rahmenprogramm.

Zum Auftakt gab es eingängigen Akkustikpop von The Tradewindsband. Mit einer vielschichtigen Instrumentenmixtur und aussagekräftigen Texten begeisterten die Fünf ihr Publikum.

Ohne technischen Schnick schnack präsentierten The Ugly Two & The Halfnaked Cowboy mit Westerngitarre, Akkustikbass und Waschbrett eine wilde Mischung aus Rockabilly und Countryfolk. Tanzmusik vom Feinsten, bei der der Musikkenner den einen oder anderen Klassiker von Metallica oder AC/DC in eigenwilliger Interpretation wiedererkennen konnte. Der halbnackte Cowboy war am Bass selbstverständlich Programm.

Ein metallischer Party-Leckerbissen wurde danach von The Bulletmonks serviert. Mit ausgefeilten Gitarrensoli und harten Riffs prügelten die vier Franken ungestümen Powerrock von der Bühne und heizten dem Publikum kräftig ein. Ihr straighter Mosh‘n Roll zog das Tempo mächtig an und schob unweigerlich alles nach vorne, was im Wege stand. Während am späten Abend draußen die letzten Kinder müde ihre mit Pfandgeld prall gefüllten Taschen nach Hause schleppten, wurde drinnen auf der KFZ-Bühne mit The Sonic Boom Foundation der musikalische Höhepunkt eingeläutet. Brachial gezerrte Basslinien und deftige Rave-Sequenzen zündeten ein Feuerwerk des Elektro-Rock. Das perfekt gesungene Cockney-Englisch von Frontmann Frank Raabe saugte die tanzenden Zuschauer in den düsteren Untergrund Londoner Vorortclubs. Ihr Beat schoss unmittelbar in die Gehörgänge und die Beine des Publikums, das die Party nach Konzertende noch lange ausklingen ließ.

von Jan Bosch

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