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Schwebende Objekte und luftige Skulpturen

Papierausstellung im Kunstverein Schwebende Objekte und luftige Skulpturen

Federleichte Installationen, die wie Eisen aussehen, zarte Streifen, die eine geheimnisvolle Höhle bilden, feine Röllchen, zu einem Würfel geformt - grenzenlos scheinen die Möglichkeiten des künstlerischen Ausdrucks mit dem Medium Papier.

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Zwei Besucherinnen bestaunen eine schwebende Skulptur aus Papier.Foto: Bettina Preussner

Marburg. Die sieben Künstlerinnen und Künstler, die die Ausstellung „just paper“ im Kunstverein bestreiten, haben Papier geschnitten, gerissen, geformt, sie haben Altpapier, Wellpappe, Papierpulp und Japanpapier verarbeitet. So ist eine sehr vielfältige Schau entstanden, in der spannende Bilder, Installationen und Objekte zu sehen sind und der Betrachter auf ganz verschiedenen Ebenen angesprochen und herausgefordert wird.

Die hochempfindlichen Arbeiten wurden von den Künstlern selbst transportiert und aufgebaut, wie Kuratorin Cornelia Wichtendahl aus Berlin in ihrer Einführungsrede erzählte. Sie erinnerte auch daran, dass Papier als Werkstoff in der modernen Kunst inzwischen einen eigenständigen Bereich bildet. Über Jahrhunderte hinweg war Papier zunächst nur Träger von Kunstwerken. Dann eröffneten Pablo Picasso und Georges Braque neue Wege und fertigten die ersten Collagen.

1912 schuf Picasso dann erste Plastiken aus Papier. In den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts entstanden in den USA erstmals neuartige Skulpturen aus Papierpulp, Robert Rauschenberg formte sie aus dem flüssigen Papierstoff.

Die Besucher der Vernissage am Freitag im Kunstverein zeigten sich durchweg begeistert von den Arbeiten und hatten ihren Spaß auch an den spielerischen Elementen der neuen Ausstellung. „Es ist faszinierend, wie aus dem einfachen Material so etwas Tolles entstehen kann“, sagte Theresa Hetzel. Ein anderer Besucher erklärte: „Mir gefällt die Leichtigkeit der Objekte.“ Und der Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer meinte: „Mich beeindrucken die tollen Ideen und die technische Umsetzung, die viel Mühe gemacht haben muss.“

von Bettina Preussner

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