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Schöne Stimmen und ganz viel Musik

10 Jahre Alte Mensa Chor Schöne Stimmen und ganz viel Musik

Es war ein rauschendes Fest: über zweihundert Gäste, ein sangesfreudiger Chor, ein gut gelaunter Dirigent und mitreißende Musik aus aller Welt.

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Zehn Jahre Freude am Singen: Der Alte Mensa Chor begeisterte mit einem Festkonzert in der Martin-Luther-Schule.Foto: Preussner

Marburg. Die Aula der Martin-Luther-Schule war am Samstagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Chorleiter Jean Kleeb begrüßte die Konzertgäste in bester Laune und erklärte an den Chor gewandt: „Wir freuen uns sehr, dass so viele dabei sind.“ Er erinnerte daran, dass etliche der Sängerinnen und Sänger von der ersten Stunde an dabei geblieben sind.

Dann nahm Kleeb die Konzertgäste mit auf eine musikalische Reise quer durch die Kontinente. Erstes Ziel war Afrika. „Wir versuchen im Chor immer, die Singweise und Klangfarben der jeweiligen Kultur zu übernehmen, deren Musik wir singen“, erläuterte er. Und wirklich, der Chor verstand es meisterlich, die emotionale Musik Afrikas lebendig werden zu lassen. Es war eine Musik, bei der man nicht still stehen konnte, bei der man sich bewegen oder wenigsten mit den Fingern schnippen musste.

Überhaupt bot der Chor den ganzen Abend hindurch einen frischen und harmonischen Klang. Stets sangen die Choristen mit sicherer Intonation, präzise und auf den Punkt genau zusammen. Und vor allem: Sie hatten sichtlich Spaß am Singen. Mit strahlenden Gesichtern standen sie auf der Bühne und vermittelten eine Freude, die sich sofort auf das Publikum übertrug.

Von Afrika ging die Reise weiter nach Südamerika, genauer gesagt zu den Tupi-Indianern aus dem Regenwald am Amazonas. Jean Kleeb hatte extra für den Chor eine Komposition geschrieben, die ein Märchen der Indianer thematisierte. Die Uraufführung des Stückes begann mit geheimnisvollem Rasseln und gedämpften Flötentönen und ging dann über in Sprechgesang und ein vielstimmiges Lied.

Weiter ging es mit zwei Madrigalen aus Frankreich und England. Hier stellte der Chor einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis. Sehr feinfühlig interpretierten die Sängerinnen und Sänger die zarten Lieder aus der Zeit um 1550 und erweckten eine längst vergangene Epoche zu neuem Leben. Aus Europa stammten auch die eingängigen Lieder aus der Pop-Ecke, die wenig später zu hören waren. Mit viel Schwung und Engagement sang der Chor die bekannten Ohrwürmer und Evergreens, angefeuert von Jean Kleeb, der temperamentvoll und gestenreich dirigierte.

Zum Schluss erklangen flotte Lieder aus Osteuropa. Als das Ensemble ein Trinklied aus Mazedonien zum Besten gab, war die Stimmung im Saal auf dem Höhepunkt. Mit tosendem Applaus bedankte sich das Publikum beim Chor, der sich wiederum glücklich und zufrieden mit einer Zugabe verabschiedete.

von Bettina Preussner

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