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Marburg Schöne Stimmen, kritische Köpfe
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11:48 15.11.2013
Hast du Töne? Ja, die „Politöne“ hatten immer die richtigen und sangen mit viel Leidenschaft und Engagement.Foto: Bettina Preussner
Marburg

Es mussten noch etliche Stühle herbeigeschafft werden, so viele Besucher waren am Mittwoch in die Waggonhalle gekommen. Chormitglied Pit Metz, Vorsitzender des Marburger DGB, begrüßte die Gäste und führte sie durch den Abend.

Los ging es mit einem Lied aus der „Bauernoper“ von Yaak Karsunke, das den Kampf der Bauern um Freiheit beschwor. Der Chor sang von Anfang an mit viel Engagement und Leidenschaft, der Klang war klar und harmonisch, der Text gut zu verstehen.

Weiter ging es mit einem witzigen „Spottlied“, das sich gegen die Herrschaft der Fürsten richtete. „Der Spott war schon immer die schärfste Waffe des Volkes,“ erläuterte Pit Metz. „Oh hängt ihn auf - den Lorbeerkranz!“ hieß es da mit bösem Blick auf den Herrscher. Weitere Wortspiele folgten, die sich um Viecher, Hunde und Schweine drehten und die Adeligen auf die Schippe nahmen.

Zum Lied des Volkes wurde auch der „Chor der Gefangenen“ aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“. Die „Politöne“ sangen dieses berühmte Stück mit besonders viel Ausdruck und Feingefühl. Ein weiteres Befreiungslied, das 1833 beim Sturm auf die Frankfurter Hauptwache gesungen wurde, erzählte vom Kampf für die Menschenrechte und eine freie Republik. Das heitere und schwungvolle Stück brachte die glühende Hoffnung auf Freiheit und Demokratie zum Ausdruck.

Um das Verhältnis zwischen den Geschlechtern drehte sich der Song „50 Ways to Leave Your Lover“ von Simon and Garfunkel. In witzigen Versen wurde hier erklärt, wie schnell und einfach man seine Geliebte los wird und die Freiheit zurück bekommt. Das folgende Stück „Brot und Rosen“, das amerikanische Näherinnen bei ihrem Streik für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen gesungen haben, wurde später zur Hymne der internationalen Frauenbewegung. „Her mit dem Leben“, sangen die Frauen, die nicht nur Brot forderten, sondern auch ein besseres Leben. „Wir kämpfen auch für die Männer“, hieß es weiter.

Die Zuschauer lauschten interessiert und aufmerksam dem Fortgang des Abends, der auch ein Gang durch die Geschichte der Freiheitskämpfe war.

von Bettina Preussner

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