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Schnelle Polkas und gefühlvolle Walzer

Volksmusik Schnelle Polkas und gefühlvolle Walzer

Saso Avsenik steht seinem weltberühmten Großvater Slavko musikalisch in nichts nach - was er in der Stadtallendorfer Stadthalle unter Beweis stellte.

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Saso Avsenik trat mit seinen Oberkrainern in die musikalischen Fußstapfen seines Großvaters Slavko – das Publikum feierte die Musiker mit stehenden Ovationen.

Quelle: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Mit einem Streifzug durch die bekanntesten und populärsten Melodien von Slavko Avsenik spielte sich dessen Enkel Saso zusammen mit seinen Slovenischen Original Oberkrainer Musikern in die Herzen des Publikums. Rund 400 Besucher waren am Freitagabend in die Stadtallendorfer Stadthalle gekommen, um nach dem Motto „Es ist so schön, ein Musikant zu sein“ den Melodien der 2015 verstorbenen Volksmusiklegende zu lauschen. Und sie wurden nicht enttäuscht.

Von Beginn an brannten die Oberkrainer Volksmusiker zusammen mit ihrem Gesangsduo Maja Berce Podrekar und Dejan Zupan ein musikalisches Feuerwerk ab, das gleich mit dem „Trompeten Echo“, dem wohl bekanntesten Stück des Altmeisters, begann. Es ist mittlerweile in der ganzen Welt verbreitet, wurde bereits mehr als 600 Mal gecovert und ist vielen auch als die Titelmelodie des „Musikantenstadls“ im Ohr.

Saso Avsenik trat in Stadtallendorf voller Frische und Begeisterung das musikalische Erbe an und führte die Familientradition gemeinsam mit seinem Vater Gregor nahtlos fort, der seine Gitarre beherrscht. Voller Temperament und Feuer steckte die gebotene Oberkrainer-Musik. Virtuos gebotenes Akkordeonspiel von Saso, das mit Klarinette, Trompete, Bariton, Gitarre und Bass der anderen Musiker ergänzt wurde, dominierte schnelle Polkas, gefühlvolle Lieder, Walzer und Märsche.

Mit unvergänglichen Melodien wie dem „Trompeten­echo“, „Auf der Autobahn“, „Hinterm Hühnerstall“, „Feuerwehrpolka“, „Großglocknerblick“, dem „Slovenischen Bauerntanz“ und vielen weiteren beschwingten Oberkrainer-Hits besang die Volksmusikgruppe ihre Heimat und animierte die Konzertbesucher immer wieder zum Mitmachen.

Etwas Wehmut kam bei „Der Wind bringt dir mein Lied“ auf, mit dem die Gruppe der bereits von ihnen gegangenen Familien- und Ensemblemitgliedern gedachte. Immer, wenn die Zuhörer gerade glaubten, ihnen werde eine Verschnaufpause vom Klatschen gegönnt, setzten die Oberkrainer noch einen obendrauf. Stillsitzen kam nicht infrage. Das Publikum applaudierte, jauchzte und klopfte den Rhythmus mit den Füßen auf dem Stadthallenboden begeistert mit.

Ergänzt wurde die Vorstellung durch die humoristischen Einlagen des Entertainers Hubi­ Aschenbrücker, der gekonnt durch das Programm führte. So war es kein Wunder, dass die Gruppe am Ende des fast dreistündigen Konzertes unter stehenden Ovationen erst nach einer mehrfachen Zugabe vom vollends begeisterten Publikum entlassen wurde.

von Alfons Wieber

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