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Marburg Schmerzhaft schöne Liebesgeschichte
Marburg Schmerzhaft schöne Liebesgeschichte
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17:51 11.06.2014
Ansel Elgort (links) und Shailene Woodley spielen in der Literaturverfilmung „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zwei krebskranke Jugendliche.Foto: 20th Century Fox
Marburg

Fast rebellisch trotzen zwei 17-Jährige ihren Krebserkrankungen und lassen sich auf ihre erste und letzte große Liebe ein. Die Bestsellerverfilmung „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ist traurig und dabei schmerzhaft schön.

Wie Jugendliche und ihre Eltern mit einer tödlichen Krebsdiagnose umgehen, haben Autoren und Filmemacher in den vergangenen Jahren immer wieder thematisiert: mal rebellisch, mal zynisch, oft pragmatisch und schmerzhaft ehrlich. Auch Hazel (Shailene Woodley) und Gus (Ansel Elgort) legen in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ nach dem Roman von John Green diese Eigenschaften an den Tag. Doch vor allem sind die beiden 17-Jährigen trotz ihres Schicksals über weite Strecken herrlich normal und in erster Linie trotz aller Widrigkeiten schwer ineinander verliebt.

Vor drei Jahren ist Hazel unheilbar an Schilddrüsenkrebs erkrankt, nur eine medizinische Testreihe hat sie vor dem frühen Tod bewahrt. Doch wenig später breitet er sich in der Lunge aus, so dass die 17-Jährige fortan mit Beatmungsschlauch in der Nase und einem Sauerstofftank im Trolley durch das Leben läuft - und das mit einer Selbstverständlichkeit, dass der Zuschauer diese Apparatur nach der Hälfte des mehr als zweistündigen Films gar nicht mehr wahrnimmt.

Widerwillig geht Hazel zu einer kirchlichen Selbsthilfegruppe für krebskranke Jugendliche mit einem erlöserähnlichen Leiter. Denn, so erzählt das Mädchen aus dem Off, besteht ihr einziger Lebenswille darin, ihre Eltern glücklich zu machen, und den immer gleichen Roman eines niederländischen Autors zu lesen, der mitten im Satz endet.

Eines Tages trifft sie dort Gus, dem wegen seines Knochenkrebses Fuß und Unterschenkel amputiert wurden und der mit kindischem Trotz und jugendlicher Überheblichkeit der Krankheit begegnet. Immer wieder steckt er sich eine Zigarette in den Mund, zündet diese aber nicht an. „Ich erkenne die Krankheit an, gebe ihr aber keine Macht über mein Leben“, lautet seine Begründung.

Energisch sträubt sich die beherrschte Hazel, ihre Gefühle für Gus zuzulassen. „Ich bin eine tickende Zeitbombe“, sagt sie irgendwann zu Gus. Da müsse man die Zahl der Opfer so gering wie möglich halten. Doch natürlich gelingt ihr das nicht. Stattdessen schafft es Gus über eine Stiftung, dass die beiden zusammen mit Hazels Mutter nach Amsterdam reisen, um den Autor (Willem Defoe) ihres Lieblingsromans zu treffen. Eine außergewöhnliche Reise, die die Erwartungen der beiden nicht erfüllt und doch übertrifft.

Nun nimmt sich kein gesunder Mensch heraus, über das Verhalten Todgeweihter zu urteilen, doch mitunter kommen Hazel und Gus doch etwas sehr altklug und pathetisch daher, wie sie druckreif über Leben und Tod philosophieren. Zugleich tun sie das mit einer solch jugendlichen Frische und Selbstverständlichkeit, dass man das Regisseur Josh Boone kaum übelnimmt.

Vor allem Hazel mit ihrem mädchenhaften Kurzhaarschnitt und ohne amerikanische Teenager-Attitüden ist an Natürlichkeit kaum zu übertreffen.

Der Film startet im Cineplex.

von Britta Schmeis

Meinungen von Besuchern der OP-Vorpremiere

:

„Mega-schön und verdammt traurig.“

Nina Christ aus Mittenaar

„Ich weine eigentlich nicht, jedoch die eine oder andere Träne konnte ich nicht verhindern. Und wach bis zum Schluss. Das ist nicht bei jedem Film so.“

Peter Hecker (47) aus Gladenbach

„Love it.“Hanna Damm aus Gladenbach

„Super Film, toll gespielt und sehr berührend. Auf jeden Fall angucken.“

Rahel Gastwa( 20) aus Marbuirg

„Das war wunderschön.“

Lala Kindarova (20) aus Marburg

„Zum Heulen schön.“

Dejana Lukic (34) aus Cölbe

„Total gefühlvoll, romantisch, einfach soooo geil, dass man ihn sich nochmal anschauen könnte.“Lisa Pfaff (12) aus Kirchhain

„Unglaublich schön.“

Khedi Irnaurova (19) aus Marburg

„Ganz toller Film. Super, dass die Tempos schon parat auf dem Sitz lagen.“

Susanne Staab-Rohrbach (48) aus Gladenbach

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