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Schlanker Chorklang

Kultur Schlanker Chorklang

Das war ein Fest für Ohren, Herz und Gemüt: Am Samstag zelebrierte der Marburger Bachchor die hohe Kunst des schlanken, reinen Chorgesangs in Harmonie mit einfühlsamem Orgelspiel.

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Der Marburger Bachchor erfüllte am Samstag die Elisabethkirche mit frischem Chorklang. Unterstützt wurde er dabei von Dan Zerfaß an der Orgel.

Quelle: Helmut Rottmann

Marburg. Progammgestaltung ist eine Kunst, die Chorleiter Nikolo Sokoli beherrscht. Er verknüpfte englische Kathedralmusik des 20. Jahrhunderts um Benjamin Britten mit Werken von Anton Bruckner und deutschen Komponisten der Romantik wie Johannes Brahms oder Felix Mendelssohn Bartholdy.

„Britten & Co.“ war der Titel des Programms, das der hiesige Bachchor unter der Leitung von Nikolo Sokoli vor zwei Wochen in Marburgs Partnerstadt Northampton aufgeführt hatte. Zum Großteil identisch erklang es jetzt in der Elisabethkirche. An der Orgel spielte Dan Zerfaß.

Was im Konzert sofort auffiel: Die jungen Vokalisten gaben dem Klang des Marburger Bachchors Frische und Strahlkraft. Eingebunden in den Glanz und die Wärme der reifen Stimmen, formte Sokoli daraus einen Chorklang von einzigartiger Färbung.

Die Sopranistin Eva Zwissler sang mit glockenheller Stimme. Anja Beyers Alt hatte Wärme und Geschmeidigkeit. Alexander Kauka mit seinem klaren und zarten Tenor könnte mutiger singen. Der Bassist Hanns Pommerien sang kraftvoll, wenn auch stimmlich etwas spröde.

Glanzvoll: Organist Dan Zerfaß begleitete fast durchweg mustergültig-einfühlsam den Marburger Bachchor. Bei seinen Solovorträgen konnte er mit ausgefeilter Registratur und Spieltechnik punkten, letztere nur am Anfang mit leichten Ecken und Kanten.

von Helmut Rottmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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