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Sänger sagen Auftritt kurzfristig ab

Waggonhalle Sänger sagen Auftritt kurzfristig ab

Nur drei Tage vor der Premiere des neuen Theaterstücks in der Waggonhalle entschloss sich der Gesangverein Wittelsberg, seine Teilnahme an der Produktion abzusagen.

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Im Theaterstück „In die neue Welt III – Das Sängerfest“ begeht die Dienstmagd Dotje Selbstmord.

Marburg. Mit einer Bemerkung hatte Regisseur Willi Schmidt viele Sänger des Gesangvereins Wittelsberg gegen sich aufgebracht. Im Vorbericht der Oberhessischen Presse zur neuen Waggonhallen-Produktion „In die neue Welt III – Das Sängerfest“ sagte er zu dem Hintergrund des Stückes, dass es früher „an der Tagesordnung gewesen“ sei, dass Dienstmägde von den Bauern, für die sie arbeiteten, sexuell missbraucht wurden und sie damit Geliebte in abhängigem Verhältnis waren. Im Stück begeht die Dienstmagd Dotje Selbstmord. Sie war bei einem Bauern im Dorf angestellt, dessen „Attacken“ sie nicht mehr ertragen konnte.

Viele der Mitglieder und Ehrenmitglieder des Vereins fühlten sich auf die Füße getreten, erklärte Armin Ochse, Vorstandsmitglied des Gesangvereins Wittelsberg. Sie hätten mit ihrem Austritt gedroht, sollte der Gesangverein in der Waggonhalle wie geplant singen. Ein anderer Teil der Sänger habe das Ganze dagegen als nicht so schlimm erachtet, da es sich „nur um ein Theaterstück“ handele. Diese Mitglieder hätten den Auftritt nicht absagen wollen. Nun herrsche „Unfrieden“ innerhalb des Vereins.

Die Premiere und die Vorstellung von „In die neue Welt III – Das Sängerfest“ am 9. und 10. September in der Waggonhalle finden laut Waggonhalle statt. Ob die am 16. und 17. September im Gasthaus Nau „Jirje“ in Wittelsberg geplanten Aufführungen stattfinden, sei derzeit offen.

von Tanja Hamer

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

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Nachdem der Wittelsberger Gesangverein die Mitarbeit an der neuen Produktion in der Waggonhalle kurzfristig abgesagt hatte, stellte Regisseur Willi Schmidt am Mittwoch andere Sänger in Aussicht.

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