Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Marburg Rot-Grünes Bekenntnis zum Trauma
Marburg Rot-Grünes Bekenntnis zum Trauma
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:59 07.05.2012
Marburg

Bis zuletzt wurde am Freitagabend gekocht auf einem kleinen Zwei-Platten-Herd. Es gab Salate, in Warmhalteschüsseln standen Leckereien bereit, 80 Baguettes wurden zerteilt, Sektflaschen wurden entkorkt und Schnittchen gereicht.

Der Empfang am Freitagabend war dann ein rot-grünes Familientreffen. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) war zum Auftakt noch verhindert, hatte sich aber angekündigt, Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) sprach ein Grußwort und auch Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) war ebenso gekommen wie der Bundestagsabgeordnete Sören Bartol (SPD) und der Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spiess (SPD) und der Vorsitzende der grünen Stadtverordnetenfraktion, Dietmar Göttling. Soviel Politik für so ein kleines Haus?

Rot-Grün, so das Signal, steht hinter dem Trauma, dem dritten soziokulturellen Zentrum der Stadt neben KFZ und Waggonhalle. Weinbach hob das „ganz besondere Profil“ und dessen Bedeutung als „kreatives Forum“ für die „Universitäts-Passagenstadt“ Marburg hervor und machte deutlich: das Zentrum wird weiter unterstützt. Zumindest von der rot-grünen Koalition, die in den vergangenen Jahren und mit dem gerade laufenden Umbau des Turms in Büros nach Auskunft von Weinbach rund 580000 Euro in das Gelände mit Theater und Trauma investiert hat.

Natürlich waren nicht nur Politiker vor Ort. Ehemalige Mitarbeiter und vor allem Freunde aus der Marburger Kulturszene waren gekommen, um mit Blumen und Gastgeschenken zu gratulieren: KFZ, Waggonhalle, Theater Gegenstand, die unmittelbaren Nachbarn vom german stage service, Musiker und Künstler.

Gefeiert wurde auch - am Freitag etwa mit einem kleinen, ironischen Film von Frank Düllmann und Marious Rosinksi und der Band „Chuckamuk“ aus Berlin. Am Samstag war es beschaulich ruhig beim Blick in das Marburg in 25000 Jahren mit Spektrum und am Sonntag gab sich Wenzel Storch die Ehre. Und der deutsche Autor und Filmemacher steht eindeutig für das Trauma-Motto: „25 Jahre Unfug auf Weltniveau.“

von Uwe Badouin