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Marburg Romantik und Horror statt Fußball
Marburg Romantik und Horror statt Fußball
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17:16 17.06.2014
Wie einst Rob Lowe und Demi Moore turteln Michael Ealy und Joy Bryant als Danny und Debbie im Remake „About Last Night“.Foto: Sony Pictures
Marburg

Demi Moore, Rob Lowe, Elizabeth Perkins und James Belushi bildeten 1986 die beiden Pärchen, die in „Nochmal so wie letzte Nacht“ begleitet werden. Nun kommt mit „About Last Night“ - so auch damals der Originaltitel - ein Remake des „Brat Pack“-Films in die Kinos.

Bernie (Kevin Hart, „Ride Along“) und Joan (Regina Hall, „Scary Movie 4“) lernen sich in einer Bar kennen, ein Drink folgt auf den nächsten und die Nacht, die endet in einem gemeinsamen Bett. Beim nächsten Treffen bringt Bernie seinen Freund Danny (Michael Ealy, „2 Fast 2 Furious“) mit, Joan ihre Freundin Debbie (Joy Bryant, „Honey“). Und auch Debbie und Danny finden Gefallen aneinander, verlieben sich sogar. Die beiden ziehen zusammen, derweil es zwischen Bernie und Joan immer schwieriger wird.

Die Regie zu dieser romantischen Komödie stammt von Steve Pink, das Skript basiert auf dem Theaterstück „Sexual Perversity in Chicago“ von David Mamet aus dem Jahr 1974. An das Original kommt das Remake jedoch nicht heran.

Der Film läuft im Cineplex und im Capitol. (dpa)

Wolf Creek 2: Blutige Genre-Kost aus Australien: Bald zehn Jahre ist es her, dass Regisseur Greg McLean in seinem „Wolf Creek“ einen brutalen Killer auf ahnungslose Reisende ansetzte. Die Independent-Produktion war vor allem in Australien und den USA erfolgreich. Nun darf Mick Taylor wieder auf die Jagd gehen, im australischen Outback Angst und Schrecken verbreiten, erneut verkörpert vom Schauspieler John Jarratt. Als sadistischer Mick kennt er keine Gnade, schon gar nicht bei Touristen, die für ihn nicht mehr sind als „Auslandsplagen“. Diesmal bekommen es ein Pärchen aus Deutschland und ein britischer Surfer mit dem Serienkiller zu tun.

„Wolf Creek 2“ ist ab 18 Jahren freigegeben und ein durchaus ungewöhnliches Grusel-Stück, das sich von klassischen Slasher-Filmen (etwa „Halloween“) genauso inspiriert zeigt wie vom Torture-Porn etwa der „Saw“-Reihe. „Wolf Creek“ ist auch beeinflusst vom Roadmovie; die großartige, Ehrfurcht gebietende Landschaft Australiens wird in beeindruckenden Totalen und Luftaufnahmen eingefangen. Greg McLeans Schockerfilm verfügt über deutlich mehr Raum und Weite als das durchschnittliche US-Gruselspektakel, das sich gern und häufig ganz dem klaustrophobischen, kammerspielartigen Horror-Kitzel geschlossener Wohnungen, respektive Häuser hingibt. Im letzten Drittel aber des Films werden auch im „Wolf Creek National Park“ die Räume eng, wenn uns Mick Taylor zusammen mit Paul in seinen höhlenartigen Folterkeller entführt.

Trotz einer bemüht coolen Regie - eingangs hören wir Steppenwolfs ewigen Klassiker „Born To Be Wild“ - gelingt es „Wolf Creek 2“ nicht durchweg, Spannung und Horror aufrechtzuerhalten. Bei eher blassen schauspielerischen Leistungen der hingemeuchelten Nebenprotagonisten lebt der Film weitgehend von der so sadistischen wie grotesk überzeichneten Figur des Mick Taylor. Mit seinem Schlapphut, seinen riesigen Koteletten, seinem losen Mundwerk und seiner perfiden Lust am grausamen Spiel gibt er eine kuriose Mischung ab aus „Crocodile Dundee“ und einer Tarantino-Figur. Tatsächlich soll der „Pulp Fiction“-Regisseur Fan von „Wolf Creek“ sein, Darsteller John Jarratt durfte in seinem „Django Unchained“ auftreten. Das diabolische Lachen Jarratts jedenfalls in „Wolf Creek 2“ hallt noch eine Weile nach.

Der Film startet im Cineplex.

von unserer Agentur

und Matthias von Viereck

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