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Marburg Rocken bei 34 Grad
Marburg Rocken bei 34 Grad
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17:59 10.06.2014
Schwerstarbeit auf und vor der Bühne: Bei tropischen Temperaturen gaben die Musiker von Pan‑teón Rococó auf der KFZ-Bühne und die Fans davor alles.Foto: Nadine Weigel Quelle: Nadine Weigel
Marburg

Bei schwülen Temperaturen heizten die elf Musiker ihren Fans im vollgestopften Saal ordentlich ein. Mit dem Opener ,,Hostilidades“ vom aktuellen Album ,,Ni carne ni pescado“ (,,Weder Fisch noch Fleisch“) zeigten die Mexikaner gleich zu Beginn ihren üblichen Stil: Auf swingende Salsa- und Samba-Rhythmen folgt brachialer Ska, der die Menge zum hüpfen, tanzen und toben bringt.

Aber Panteón Rococó sind mehr als tanzbare Latino-Beats, die Gruppe agiert auch als politisches Sprachrohr: Mit dem ruhigen Song ,,Marcos Hall“ erinnert die Band um Frontmann Luis Román Ibarra an die mexikanischen Zapatisten, eine linke Guerillabewegung, die für die Rechte der indigenen Bevölkerung in Mexiko eintritt. Und wie Sänger Luis recken viele Zuhörer die Faust nach oben, jemand wedelt mit der mexikanischen Flagge. In ,,Democracia Fecal“ rechnen die Musiker dann mit der politischen Führung in ihrem Heimatland ab.

Neben den Musikern waren auch andere Gruppen im KFZ aktiv: Menschenrechtsbeobachter informierten über die schwierige Situation der Mestizen - Nachfahren von Weißen und der indigenen Bevölkerung - in Südmexiko. Mitglieder des Wasser-Projekts ,,Viva con agua“ sammelten Pfand und Spenden.

Währenddessen spielte sich die Band, der mehrere Mestizen angehören, auf den Höhepunkt zu: Bei ,,La consentida“ wurde sambamäßig getrommelt was das Zeug hält - und das nicht nur von den drei etatmäßigen Schlagzeugern und Percussionisten. Mit ,,Remmi Demmi“, der Coverversion eines bekannten Deichkind-Hits, kurbelten ,,Panteón“ das Tempo zum Schluss dann noch einmal richtig an.

Unter den vielen Zugaben befanden sich auch die ersehnten Hits ,,Dosis Perfecta“ und ,,La carencia“, bei dem das Publikum der Choreographie des Sängers bereitwillig folgte und sich ein letztes Mal in der tropischen Hitze des Saales verausgabte ehe sich die elf Musiker aus Marburg verabschiedeten.

von Jouka Röhm

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