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Rocken auf Socken

„Up in smoke Roadfestival“ Rocken auf Socken

Gitarrenklänge, Headbanging, Tanzstimmung: Beim „Up in smoke Roadfestival“ blieben für Rockfans keine Wünsche offen.

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Sänger und Gitarrist Christian Peters eröffnete mit seiner Band „Samsaras Blues Experiment“ das Rockfestival.

Quelle: Hermes

Marburg. Kommentarlos betraten sie die Bühne und eröffneten einen intensiven Rock-Abend. Die Berliner von „Samsaras Blues Experiment“ waren am Mittwoch die erste von vier Bands, die im Rahmen des dritten „Up in smoke Roadfestivals“ im Marburger KFZ auftraten.

Die Musik von „Samsaras Blues Experiment“ erinnert dabei jedoch weniger an modernen Rock, denn dafür ist sie zu atmosphärisch. Auch sind die einzelnen Lieder mitunter von epischer Länge, sodass „Samsaras Blues Experiment“ eher in der Tradition von avantgardistischen Bands aus den 1960er Jahren wie „Iron Butterfly“ stehen.

Dass die Berliner trotz aller Atmosphäre immer noch eine Rockband sind, machte insbesondere Bassist Richard Behrens deutlich. Er ließ seine langen Haare rotieren und posierte leidenschaftlich mit seinem Instrument.

Nach den komplexeren Tönen von „Samsaras Blues Experiment“ ging es mit gradlinigem Rock aus Norwegen weiter. Das Quartett „Lonely Kamel“ aus Oslo ist neu in der Festival-Tournee, fügte sich jedoch gekonnt in das musikalische Programm ein. Die Musik der Norweger verbindet Rock mit Blues und ging den anwesenden Gästen im gut gefüllten KFZ direkt in die tanzenden Beine. „Lonely Kamel“ präsentierten mit „The prophet“ auch ein Lied ihres neuen Albums.

„My Sleeping Karma“, die dritte Band des Abends, stammt aus Aschaffenburg und klang wie eine Mischung der beiden vorherigen Bands. Auf der einen Seite arbeiteten sie mit einem Keyboarder und webten auf diese Art sehr dichte, sphärische Klangteppiche. Auf der anderen Seite wurden solche Parts immer wieder abrupt unterbrochen, wenn „My Sleeping Karma“ mit geballter Wucht zu ihren Wurzeln im Rock und Heavy Metal zurückkehrten.

Nach begeistertem Applaus spendierten die Klangkünstler noch eine improvisierte Zugabe, die Experimentierfreude mit Hingabe vereinte. So wurde ein Festival mit viel Bass, gutem Sound und toller Stimmung gelungen abgeschlossen.

von Manuel Hermes

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