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Marburg Robbie Williams zeigt, dass es ihm gut geht
Marburg Robbie Williams zeigt, dass es ihm gut geht
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20:13 21.10.2009
Im vollbesetzten Cineplex in Marburg verfolgten hunderte Zuschauer das Konzert von Robbie Williams. Quelle: Andreas Schmidt

London. Mit neuem Album, Weltrekord, grauen Haaren und einem Take-That-Tattoo kehrte der Popstar auf die Bühne zurück. „Wie geht es Euch?“, rief der englische Sänger den 3.000 Zuschauern im Londoner Roundhouse zu, während die ersten Takte seiner neue Single „Bodies“ bereits liefen. Weil sich Williams wegen einer Medikamentensucht therapieren ließ, hatten seine Fans drei Jahre auf diesen Moment warten müssen. Als der 35-Jährige die Showtreppe hinab und auf die begeisterte Menge hinzu stolzierte, funkelten seine Augen vor Freude und Glück.

Sein Auftritt im Londoner Roundhouse war unglaublich und symbolisch. In der ehemaligen Dampflokwerkstatt spielten schon Jimi Hendrix, The Doors und Led Zeppelin. Das binnen weniger Minuten ausverkaufte Konzert wurde um eine Stunde verzögert auch im Internet, im Radio und in mehr als 250 Kinos in Europa übertragen. Damit stellte Williams einen Rekord für das Guinness-Buch auf: Noch nie wurde ein Live-Konzert gleichzeitig in so viele Kinos übertragen. Auch in Marburg verfolgten mehrere hundert Menschen die Übertragung im Cineplex.

Um 19.57 Uhr, drei Minuten früher als geplant, zeigt sich der „Rock DJ“, wie auch eine von Williams’ erfolgreichsten Singles heißt. Er schreitet zu den gregorianischen Klängen seines neuen Hits „Bodies“ – eine Hommage an Michael Jackson – lässig an Streichern, Bläsern, Harfe, Band und Chorsextett vorbei, presst die Lippen zusammen, nickt, fasst sich ins Gesicht: Er kann die Begeisterung nicht fassen. Die Fans lieben seine Clown-Grimassen, sein Flirten und seine mitreißenden Tanzbewegungen. „Wir tanzen jetzt ein bisschen wie George Michael“, fordert Williams zur neuen Groove-Nummer „Starstruck“.

Williams beweist, dass es ihm wieder gut geht, zum Beispiel mit Rap-Einlagen wie „Can I kick It?“, worauf die Zuschauer „Yes you can“ antworten. Es ist auch der Abend der Klassiker wie „Millennium“ und „Feel“. 1989 hatte Robert Peter Williams seine Musikkarriere in der Band Take That begonnen. Stolz zeigt er ein neues Tattoo des Bandlogos an seinem rechten Handgelenk. Seine früheren Bandkollegen hätten entsetzt reagiert, als er ihnen das Tattoo zeigte. „Ihr seid so nett zu mir“, sagt der Sänger nach anderthalb Stunden auf der Bühne. „Ich schätze es sehr.“

von Sebastian Döring

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Printausgabe der OP.

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