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Revolutionäre im Wartestand

Schwarze Kinokomödie Revolutionäre im Wartestand

Das Hotel Lux in Moskau war für viele Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland ein Ort der Hoffnung. Doch weit gefehlt. Leander Haußmann widmet dieser Zeit nun einen Film: Die bitter-schwarze Komödie „Hotel Lux“.

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Michael Bully Herbig glänzt in „Hotel Lux“ als Stalin-Parodist Zeisig, der vor den Nazis nach Moskau flüchtet.

Quelle: Stephan Rabold

Marburg. Das Hotel Lux in Moskau war für viele Emigranten ein Ort der Hoffnung. Endlich raus aus Nazi-Deutschland, nicht mehr verfolgt werden.

Doch statt der erhofften Freiheit erlebten viele von ihnen Unterdrückung, Angst und Willkür durch die Schergen des Diktators Josef Stalin. In dieser Atmosphäre aus Furcht hat Leander Haußmann seinen neuen Film angesiedelt.

„Hotel Lux“ ist eine schwarze Komödie rund um die Berliner Varieté-Darsteller Hans Zeisig und Siggi Meyer, die auf der Flucht vor den Nationalsozialisten in dem berüchtigten Hotel landen.

Dort entspinnt sich eine abenteuerliche Groteske, bei der sich die Komiker sogar in die Weltpolitik einmischen. Ein unterhaltsamer Film mit ernstem Hintergrund, bei dem einem die Lacher mitunter im Hals stecken bleiben.

Den Film macht die Vorstellung bedrückend, dass es das Hotel Lux mit all den Schrecken wirklich gab. Während der Nazizeit war es Zuflucht für Kommunisten wie den späteren DDR-Staatsratsvorsitzenden Walter Ulbricht und den ersten DDR-Präsident Wilhelm Pieck.

„Hotel Lux“ startet im Cineplex.

von Cordula Dieckmann

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