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Justitia auf der Leinwand

Filmreihe in Filmkunstkinos Justitia auf der Leinwand

Die Oberstadtkinos am Steinweg zeigen in den nächsten Wochen eine Reihe zur „Inszenierung von Recht im Film“. Damit begleiten sie die gleichnamige Veranstaltung am Institut für Medienwissenschaften der Philipps-Universität.

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Jessica Chastain in einer Szene von „Zero Dark Thirty“. Der Film läuft demnächst in Marburg.

Quelle: Universal

Marburg. Es geht dabei in erster Linie um die Verbindung von politischer und Rechtskultur sowie deren Inszenierungen und Visualisierungen im Film. Die Filmreihe beginnt am Montag, 23. Oktober, um 18 Uhr in der Palette mit Billy Wilders Gerichtsfilm „Zeugin der Anklage“.

Schwerpunkt: deutsche Gerichtsfilme

Einen Schwerpunkt legt die Reihe auf die Inszenierung deutscher Gerichtsfilme, an denen die jeweiligen historischen Rechtsstandards abgelesen werden können. Das gilt vor allem für den Film „Ich klage an“ (1941), der im Sinne der Nazipropaganda versuchte, die Euthanasie zu legitimieren.

Die Nürnberger Prozesse

ie Auseinandersetzung mit dem deutschen Faschismus findet sich ebenfalls in einigen Filmen aus den 1950er-Jahren, in denen sich ost- und westdeutsche Geschichtsbilder gegenüberstehen und die Kontinuität des Faschismus in Westdeutschland beklagt wird. Diese wird ebenfalls anhand der Biographie von Fritz Bauer verdeutlicht, der sich mit der Durchführung der Auschwitzprozesse in den 1960er-Jahren gegen den erheblichen Widerstand seiner Kollegen durchsetzen musste. In diesem Kontext zeigt die Reihe auch einige Filme, die sich mit den Nürnberger Prozessen und dem Prozess gegen Adolf Eichmann auseinandersetzen.

Kubricks "Clockwork Organe"

Neben der Thematisierung des Faschismus und dessen rechtlicher Aufarbeitung diskutiert die Reihe mit Stanley Kubricks „Clockwork Orange“ das Verhältnis von staatlicher und individueller Gewalt. Die Reihe endet mit Kathryn Bigelows „Zero Dark Thirty“, der von der Jagd auf den Terrorfürsten Osama Bin Laden berichtet.

Mitarbeiter aus Rechts-, Geschichts- und Medienwissenschaft der Philipps-Universität werden zudem jeden Film aus einer aktuellen Forschungsperspektive einleiten. Interessierten bietet sich so die Gelegenheit, selten oder niemals aufgeführte Filme in kompetenter Begleitung anzuschauen.

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