Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Pulitzer-Jury findet keinen Roman preiswürdig

Zum ersten mal seit 35 Jahren Pulitzer-Jury findet keinen Roman preiswürdig

Erstmals seit 35 Jahren wird 2012 kein Roman mit dem begehrten Pulitzer-Preis gewürdigt. Die Jury in New York teilte mit, dass sie keinen der drei Kandidaten in der Endrunde den Preis zuerkennen wollte.

New York. Ein Grund für die Entscheidung wurde zunächst nicht bekannt.

Chancen auf den Pulitzer-Preis hatten demnach der in München geborene Schriftsteller Denis Johnson mit dem bisher noch nicht ins Deutsche übersetzten Kurzroman „Train Dreams“, seine junge Kollegin Karen Russell mit „Swamplandia!“ und der 2008 gestorbene Autor David Foster Wallace. Sein letzter Roman „The Pale King“ war erst nach dem Freitod des berühmten Autoren mit 46 Jahren abgeschlossen worden. Die drei Kandidaten für die Endrunde werden von einem Komitee von Lesern ausgewählt. Die Jury trifft dann die Entscheidung, welcher den Pulitzer-Preis für den besten Roman des Jahres verdient, heißt es auf der Internetseite der Pulitzerstiftung.

Der New Yorker Historiker Manning Marable (1950-2011) kommt posthum zu Ehren. Seine politische Biografie von Malcolm X, „Malcolm X: A Life of Reinvention“ war kurz nach seinem Tod im April vergangenen Jahres erschienen und wurde jetzt für den Geschichtspreis ausgewählt. Der Pulitzer-Preis für die beste Biographie geht an John Lewis Gaddis für sein Porträt: „George F. Kennan: An American Life“. Die Pulitzer-Preise sind die höchsten Medienpreise in den USA und zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen für Schriftsteller, Journalisten und Komponisten. Sie werden in 21 Kategorien vergeben. (dpa)

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg