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Marburg „Playground East“ hat den Osten fest im Blick
Marburg „Playground East“ hat den Osten fest im Blick
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19:48 23.01.2012
Ricarda Schmidt (von links), Inga Berlin und Katharina Bohl spielen die Hauptrollen in dem Stück „Nordost“ über eine Geiselnahme in einem russischen Theater. Quelle: Waggonhalle

Marburg. 2008 starteten Franziska Lüdtke und Inga Berlin ihr Theaterprojekt „Playground East“. Sie wollen insbesondere die osteuropäische Theaterszene beleuchten.

Am Donnerstag hat die vierte  Produktion Premiere: „Nordost“ stammt zwar von dem deutschen Dramatiker Torsten Buchsteiner, beleuchtet aber ein dramatisches Ereignis der jüngeren russischen Geschichte: 2002 wurden alle Besucher des ersten russischen Musicals „Nordost“ in dem Moskauer Theater an der Dubrovka von Terroristen als Geiseln genommen.

Im Zentrum des von Stefan Blix und der Lettin Linda Udre inszenierten Stückes stehen drei Frauen, deren Wege sich an diesem Tag kreuzen: eine Buchhalterin, die mit ihrem Mann im Publikum sitzt, eine Ärztin, deren Mutter und Tochter unter den Geiseln sind, und eine tschetschenische Laborantin, die bereit ist für eine Sache zu sterben, die ihr immer fragwürdiger vorkommt. Inga Berlin, Katharina Bohl und Ricarda Schmidt spielen die Frauen, die das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen.

Weitere Aufführungen sind von Freitag bis Sonntag jeweils ab 20 Uhr. Im Rahmenprogramm des „postsowjetischen Festivals“ gibt es Lesungen mit Maynat Kurbanova am Freitag ab 22 Uhr und Alina Bronsky am Sonntag ab 11.30 Uhr.
Eine „Nordost-West“-Party mit „Post Soviet Beats“ am Samstag ab 22.30 Uhr rundet das Angebot ab. Für Musik sorgt die „FolXtanZ-CliquE“ Frankfurt.

von Uwe Badouin

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