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Marburg Plaudereien zu später Stunde
Marburg Plaudereien zu später Stunde
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16:48 02.07.2012
Die Studenten Maik Dessauer und Philip B. Krause präsentierten eine Late-Night-Show der ganz besonderen Art.Foto. Badar Quelle: Mareike Bader
Marburg

Lange Zeit ging nichts über Harald Schmidt in Sachen Late-Night. Aber der ist nun im Pay-TV verschwunden. Zeit für Nachwuchs - die beiden Lehramtsstudenten Maik Dessauer und Philip B. Krause präsentierten am Samstagabend ihre eigene Late-Night-Show für Marburg. Sie war zwar nicht so bissig und pointiert wie Jay Leno oder Jon Stewart die seit Jahren im amerikanischen Fernsehen zu sehen sind. Eins hatten sie aber mit den ganz Großen der Branchen gemeinsam: Sie sorgten für gute Unterhaltung und richtig viel Spaß.

Vom Leben als potenzieller Rockstar

Wie es so üblich ist, waren natürlich auch Gäste mit dabei: Allen voran der Marburger Poetry-Slam-Vater Bo Wimmer. Mit ihm diskutierte Philip B. Krause über die Unterschiede zwischen Poetry Slam und Science Slam („Poetry Slam ist einfach cool“) und über sein neuestes Projekt „Sermon Slam“ dem Predigten-Battle, mit dem angehende Theologen das angestaubte Image der Kirche aufpolieren wollen.

Weitere Gäste waren Max und Johannes von der Alternative-Rock-Band „Siamese Smile“ mit ihren Mitgliedern aus Marburg, Mainz und dem Westerwald, die mit ihren Akustik-Versionen von „Giants“ und „Destroy Me“ begeisterten und über das Leben als potenzielle Rockstars sprachen.

Wie die beiden Moderatoren sind auch die Musiker Lehramtsstudenten und hörten schon von Schülern „Sie sind in einer Band? Aber Sie sind doch so alt!“ - und das als Mittzwanziger. Aber es gibt auch Schüler, die sie auf Facebook „geliked“ haben, erzählten sie fast stolz. Nach einem kurzen Grundkurs über essentielle Gesten und Mimiken beim Gitarrenspiel, zeigte Johannes Kalowsky beim zweiten der beiden Songs wie das Ganze dann live tatsächlich aussieht.

Unterbrochen wurde die Show immer wieder von Einspielern. Gleich zu Beginn sah man die beiden Studenten kurz vor der Show und später konnte man sie bei einem gewagten Experiment beobachten. Um sich besser kennenzulernen hatten sie sich mit einem Seil aneinander gebunden und verbrachten so den Tag miteinander. Aber was macht man denn dann? Eis essen in der Oberstadt? Keine gute Idee, das führte nur zu einem Streitgespräch über Zitroneneis.

Tretbootfahren auf der Lahn? Auch nicht das Richtige, wenn man schon Probleme hat, vom Ufer wegzukommen. Die Lösung lag eigentlich auf der Hand: Zwei Studenten verstehen sich in Marburg am besten in einer Kneipe bei Bier und Jägermeister. Natürlich war auch die PhilFak in den Filmen oft zu sehen und als besonderes Highlight gab es Philip in einem Werbevideo für Kachelofenbauer.

Auch wenn der Abend statt der geplanten 80 Minuten schließlich über zwei Stunden dauerte und hier und da einige Längen hatte, konnte man sich am Ende sicher sein, dass man Gast einer sehr witzigen, bunten und netten Plauderrunde gewesen ist.

von Mareike Badar

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