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Marburg GSK baut Standort Marburg weiter aus
Marburg GSK baut Standort Marburg weiter aus
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22:45 27.04.2018
Beim symbolischen Spatenstich: Silvia Dammshäuser (Leiterin Head Supply Chain), Geschäftsführer Dr. Niklas Schier, Paul Nelis (Aufsichtsrat), Geschäftsführer Jochen Reutter, Emmanuel Amory (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Claudia Pfeiff (Projektmanagerin Engineering) und Gunther Müller (Head of Engineering). Quelle: Andreas Schmidt
Marburg

Es ist der nächste Schritt in dem GSK-Konzept, das den Namen „Marburg 2020+“ trägt. Denn es laufen schon umfangreiche Bauarbeiten auf dem „Mars“-Campus: Vergangenes Jahr ging es mit dem Bau der sogenannten MMP-Anlage los, in der ein Impfstoff gegen Meningokokken B produziert werden soll.

Zudem wurde auch die Mumps-Produktionsanlage ausgebaut. Gerade diese beiden neuen Produkte machen laut GSK den Aufbau eines Tiefkühllagerbereichs notwendig. Das „Mars“-Lager wird sich um 1 600 Quadratmeter auf Keller und Erdgeschoss erweitern und bietet dort zukünftig rund 3 400 Palettenplätze.

Die neuen Lagerbereiche werden mit den Produktionsbereichen verbunden sein, um so einen direkten und kurzen Transportweg zu garantieren. Ende kommenden Jahres soll das Lager den vollen Betrieb aufnehmen.

Die Investition zur Erweiterung und Konsolidierung sei bereits Ende vergangenen Jahres vom globalen GSK-Management genehmigt worden.

Viele Veränderungen

Jochen Reutter, Standortleiter und Geschäftsführer von GSK Marburg, ist sich sicher: „Diese Erweiterung ist eine wichtige Investition in die ,Mars‘-Infrastruktur, um das gegenwärtige und zukünftig geplante Wachstum zu ermöglichen.“ Er bezeichnete den Neubau als „einen Meilenstein für die Entwicklung des Standorts“ – mit dem Lager werde man „in Zukunft alles unter einem Dach“ haben.

Sein Geschäftsführer-Kollege Dr. Niklas Schier, Leiter Qualitätsmanagement, betont die strategische Ausrichtung: „Die Lage, Größe und Art des Warenlagers ist darauf ausgerichtet, Energie zu sparen und Warenströme zu optimieren.“ Er dankte den Mitarbeitern – auch vor dem Hintergrund, dass die Umsetzung der Strategie viele Veränderungen mit sich bringe, „die auch manchmal Schmerzen verursache“.

Emmanuel Amory, Vorsitzender des Aufsichtsrats und Vice President Primary Operations, sprach von einem „glücklichen Tag“, denn mit dem Spatenstich habe man in Marburg auch einen Pflock eingeschlagen.

Denn: „Es ist leicht, eine Strategie wie 2020+ zu entwickeln – aber wesentlich schwieriger, diese auch in die Tat umzusetzen.“ Dies sei vor allem auf die Beharrlichkeit von Reutter zurückzuführen, der für das Lager gekämpft und viel Überzeugungsarbeit geleistet habe.

Denn, so Amory, bei einem Lager sei das „Return on Investment“, also die Kapitalrendite, nur schwer zu sehen. „Firmen investieren nicht gerne in Lagerhallen, denn es ist eine Investition in totes Kapital“, so Amory. Er sei jedoch überzeugt, dass sich die Investition letztlich auszahle – denn man wolle alle Aktivitäten auf dem „Mars“-Campus konsolidieren sowie den Warenfluss optimieren.

Marburg ist wichtiges Standbein der Produktion

Die kurzen und einfachen Transportwege nach Fertigstellung würden künftig helfen, Energie und Zeit zu sparen. „Die Logistik der kurzen Wege passt zu einem schlanken und effizienten Produktionsstandort“, so Amory.

Das Aufsichtsratsmitglied Paul Nelis, Vice President Quality Operations, meint: „Es ist schön zu sehen, dass wir mit dieser Investition den ,Mars‘-Campus als ein wichtiges Standbein unseres GSK-Impfstoffproduktionsnetzwerkes weiterentwickeln, das weltweit aus 14 Produk­tionsstandorten besteht, wovon sich alleine zwei in Deutschland befinden, nämlich in Marburg und Dresden.“

Claudia Pfeiff, Project Managerin Engineering, hebt hervor: „Die Erweiterung des Warenlagers ist zwar das kleinste unserer anstehenden Projekte auf dem ,Mars‘-Campus, dennoch ist es ein wichtiger Baustein in der Realisierung unseres Marburg 2020+ Konzepts.“ Die Erweiterung ermögliche es dem Unternehmen, künftig alle Logistikaktivitäten auf dem ,Mars“ zu konsolidieren.

von Andreas Schmidt