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Marburg Schönheits-OP für Waggonhallen-Areal
Marburg Schönheits-OP für Waggonhallen-Areal
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16:29 27.08.2018
So könnte das Lokschuppen-Areal künftig aussehen. Quelle: Fotomontage: Optik Schneider
Marburg

Der Neu-Eigentümer des Lokschuppens, Gunter Schneider, stellte die Pläne am Freitagabend während einer Bürgerversammlung in Marburg vor 100 Zuhörern vor. 

Der Geschäftsführer des Fronhäuser Unternehmens betonte­ bei der Vorstellung des Bauvorhabens und des Nutzungs-
konzepts, das in großen Teilen dem vor mehr als einem Jahr erstellten entspricht, dass es sich nicht um ein Spekulationsobjekt handele.

Ein Weiterverkauf sei ausgeschlossen, vielmehr strebe man einen langfristigen Betrieb des Veranstaltungs- und Gründungszentrums – in dem Platz für Start-Ups mit der Kapazität für 80 Personen und Raum für Mentoren-Firmen, sogenannten „Business Angels“ geplant sind – an. „Geld werden wir mit dem Objekt, mit dem Konzept nur ganz schwer verdienen können.

Für uns ist der Lokschuppen aber auch kein Wirtschaftsbetrieb, sondern eine Herzensangelegenheit, die eher einen sozialen Zweck erfüllt“, sagte er. Man wolle trotz perspektivisch bevorstehenden Konflikten wie Baustellenlärm und erhöhtem Verkehrsaufkommen weiter eng mit Nachbarn und Nutzern des Waggonhallen-Areals – etwa der Bar „Rotkehlchen“ – zusammenarbeiten.

In der Vergangenheit gab es Kritik weniger an Schneiders Nutzungskonzept, sondern an der Privatisierungsentscheidung, dem Verkauf öffentlichen Eigentums als solchem. Vor allem die Vergabepraxis des Magistrats, aber auch Denkmalschutzfragen standen im Mittelpunkt eines monatelangen Konflikts.

Auf OP-Anfrage äußert sich nun die Landesdenkmalschutzbehörde zu den Umbauplänen: „Die vorgesehene Nutzung und die schonende Sanierung des Lokschuppens ist von Seiten unseres Hauses grundsätzlich zu begrüßen.“

von Björn Wisker