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Phillip Boa gibt sich gewohnt egomanisch

KFZ- Konzert Phillip Boa gibt sich gewohnt egomanisch

Nach knapp zwei Stunden hatte das Toben am Samstag im KFZ ein Ende. Phillip Boa ist zurück. War er eigentlich weg? - Nein, nie so richtig!

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Phillip Boa trat mit seiner Band The Voodooclub am Samstag im KFZ vor ausverkauftem Haus auf.

Quelle: Jan Bosch

Marburg . Düster ist die Stimmung im ausverkauften Marburger KFZ, die Luft von Nebel geschwängert, wie die Gassen der Stadt dieser Tage. Schummrige blaue Leuchtstoffröhren verwandeln die Bühne in einen leicht surrealen Ort.

Der Großteil der Anwesenden dürfte die ersten Werke des Meisters noch knisternd auf künstlerisch verzierten Kassetten mühsam zusammenkopiert haben. Unzerstörbar, wie die alten Tapes, verweigern sich Phillip Boa and The Voodooclub seit den 1980er Jahren jeglichen Trends und füttern eine treue Fangemeinde mit avantgardistischem Indie-Pop.

„Ach, das letzte Mal, als ich Boa in Berlin gesehen habe...“, schwärmt es in den Reihen – die restliche Bewunderung versinkt im Getöse der einsetzenden Samples. Boa und seine Band betreten ohne viel Aufhebens die Bühne und krachen mit ihrem Klassiker „Utopia“ gleich los.

„Pretty Bay“, „Pfirsicheisen“, „Hyperactive Cracker“ – was folgte, ist eine Reise in die frühen 1990er mit Songs ihrer gerade erst remasterten Alben „Boaphenia“ und „Helios“.Boa gibt sich im schwarzen Anzug gewohnt egomanisch, den weltentrückten Blick ins Nichts gerichtet. Fast emotionslos klammert er sich mit zuckenden Händen an sein Mikro.

von Jan Bosch

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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