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Partystimmung bei den Boptown Cats

Cousins rocken das Knubbel Partystimmung bei den Boptown Cats

Ein Blick auf den Eingang des Knubbels am Samstagabend verriet gleich, dass etwas Besonderes geboten wird. Mit Petticoats und Lederjacken wurde bei den Boptown Cats gewippt, getanzt und gerockt.

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Henry Bausch und Richard Maciossek (vorne von links), Henry Michel am Keyboard (hinten rechte) und Remo Michel (verdeckt vom Schlagzeug) spielten am Samstag in Marburg ihre erste Show seit ihren Auftritten bei der Castingshow „X-Factor“.Foto: Mareike Bade

Quelle: Mareike Bader

Marburg. Einige Frauen hatten sich für diesen Abend richtig in Schale geworfen. So auch Sabine und Kristy aus Gießen, die bei den ersten Klängen der Boptown Cats im Rockabilly-Stil ihre Petticoats fliegen ließen. Die Boptown Cats stehen seit Jahren für gute handgemachte Rockmusik der 50er und 60er Jahre und diesem Ruf sind sie am Samstag mal wieder absolut gerecht geworden.

Die „Cousins“ wie sie sich selbst nennen - schließlich sind alle Bandmitglieder miteinander verwandt - covern nicht nur ausgezeichnet Lieder von Elvis Presley oder Buddy Holly. Sie schreiben auch selbst Lieder und das auch noch auf Deutsch. Im Knubbel spielten sie viele Songs von ihrem neuen Album „Lass es raus“. Und die müssen sich hinter den alten Klassikern echt nicht verstecken. Aber auch die Coverversionen kann man so eigentlich nicht bezeichnen, denn die Boptown Cats verleihen jedem Lied ihren eigenen „Cousin“-Stil. Selbst Elvis-Songs klingen bei ihnen ganz neu. Die Mischung macht das perfekte Programm. Als Sänger Richy Maciossek ankündigt: „So meine Freunde, jetzt wird es Zeit für Johnny Cash“ antwortet das Publikum mit großem Jubel.

Zu Beginn des Abends lässt Sänger Richy darauf hoffen Berichte von der Teilnahme bei der Castingshow „X-Factor“ zu hören. Aber dann erzählte er leider nur eine Story: Man habe aufgehört, weil sich die Jurymitglieder nacheinander in Henry Bausch verknallt hätten. Immerhin war das die perfekte Anmoderation für ihren Song „Es tut mir leid“.

In der Pause versteckten sich die vier Musiker nicht in einem Backstage-Bereich. Sie nutzten lieber ihr Heimspiel und plauderten mit Bekannten und Fans. Die meisten davon waren ebenso wie die Bandmitglieder zeitgemäß gekleidet mit Karohemd, Lederjacken, Haartolle, enger Jeans oder Petticoat. Das gemischte Bild des Publikums wäre auch für Modedesigner interessant gewesen.

Aber darum ging es ja nicht. Mit Hammond-Orgel, Kontrabass, einer tollen Gitarre und einem verrückten Schlagzeug sorgten die Boptown Cats für eine fantastische Stimmung. Zusammen mit Henry Bausch am Kontrabass, Henry Michel am Keyboard und Remo Michel am Schlagzeug ließ der charmante Sänger Richard Maciossek bei Songs wie „Under The Boardwalk“ das ein oder andere Frauenherz höher schlagen. Am Ende des Abends war für jeden im etwas eng gewordenen Knubbel klar: Ob 50er oder heute. An diesem Abend hatte man eine richtig gute Zeit.

von Mareike Bader

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