Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Parforceritt durch aktuelle Kunstszene

Marburger Kunstverein Parforceritt durch aktuelle Kunstszene

Der Marburger Kunstverein eröffnet am Freitagabend um 18 Uhr seine Jahresabschlussausstellung. Zu sehen sind 111 Arbeiten von 63 Künstlern – ein Parforceritt durch die zeitgenössische Kunst.

Voriger Artikel
„Die hessischen Landkreise saufen ab“
Nächster Artikel
Friedhofseingang zum Blickfang umgestaltet

Unter anderem sind vier Fotoarbeiten des Amerikaners Joseph Shields aus Savannah – wie dieses Foto „Ohne Titel“ – in der Ausstellung des Kunstvereins zu sehen.

Marburg. „Experimentelle 16“ lautet der Titel der umfangreichen Kunstschau. Der Titel geht zurück auf die gleichnamige Ausstellungsreihe, die seit 1988 als Biennale, also als jurierte Kunstschau im zweijährigen Rhythmus, anfangs ausschließlich auf dem zwischen 1000 und 1100 errichteten Schloss Randegg veranstaltet wird. Schloss Randegg liegt idyllisch in der Nähe des Bodensees, einen Steinwurf entfernt von der Schweizer Grenze.

Dort haben der Galerist Titus Koch und der international renommierte Künstler Professor Axel Heil diese Sommerausstellung initiiert, die seither kontinuierlich gewachsen ist – anfangs zu einer bedeutenden Schau der südwestdeutschen Kunstszene, heute zu einer Schau mit sogar internationalem Anstrich. Zu sehen ist die „Experimentelle“ inzwischen in und um Schloss Randegg, in der Schweizer Gemeinde Thayngen, im österreichischen Randegg und zuletzt in der Stadtgalerie Markdorf in Baden. Aus der kleinen Schau vor allem regional bekannter Künstler wurde eine „Drei-Länder-Kooperation“ in der neben jungen, noch unbekannten Künstlern auch Stars vertreten sind.

Zu sehen sind Malerei, Mischtechniken, Plastiken in Holz und Stahl sowie Keramiken. Es ist ein spannender Querschnitt durch die aktuelle Kunst.
„Wir wollen hier in Marburg mit dieser Ausstellung die Kunstszene Südwestdeutschlands präsentieren, zeigen, was andere machen“, erklärt der Kunstvereinsvorsitzende Dr. Gerhard Pätzold.
Die Kunstszene, die die „Experimentelle“ seit nunmehr 22 Jahren abbildet, ist offenbar so aufregend, dass das Fachmagazin „Art“ ihr einen großen Artikel widmete: Dort sei „in den letzten beiden Jahrzehnten eine blühende Kunstlandschaft entstanden, die alle nur staunen lässt, die den Kopf starr nach Berlin justiert haben“.

von Uwe Badouin

Mehr lesen Sie am Freitag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel