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Panzerfahren mit „Bebop-Butzemann“

Maybebop in der Stadthalle Panzerfahren mit „Bebop-Butzemann“

Mit Charme und Esprit, locker-flockigen Choreographien, einem Hauch Sex- Appeal und nicht zuletzt stimmlicher Präzision und witzigen Eigenkompositionen riss „Maybebop“ das Publikum zweieinhalb Stunden mit.

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„Maybebop“ mit Bass Sebastian Schröder (von links), Countertenor Jan Bürger, Bariton Oliver Gies und Tenor Lukas Teske glänzten bei ihrem Auftritt in der Stadthalle.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Nach der zweiten Zugabe hielt es kaum noch einen der 430 Zuhörer in der Stadthalle auf den Sitzen. Die meisten applaudierten im Stehen den vier singenden Familienvätern aus Hannover, Hamburg und Berlin, nachdem zuvor beim jahreszeitlich ja schon fast passenden Weihnachtslied „Gummibaum“ kein Auge trocken geblieben war.

Im orientalischen Rhythmus, nach zwei echt türkischen Eingangsversen auf „krass türkdeutsch“ besang und betanzte die Gruppe die Versuche eines Mitbürgers mit Migrationshintergrund, sich dem deutschen Weihnachtsrummel anzupassen: „Isch backe Kekse braun / Und schmücke Gummibaum / Was Sinn von Ganzem ist, das weiß isch leider kaum / Doch isch mach mit, bevor die Nachbarn komisch schau’n“.

Doch Frau Meyer von nebenan, die zum ersten Mal im Jahr direkt vom Einkaufen in die Kirche geht, verübelt ihm diesen Verstoß gegen die Tradition, denn er hat ja die falsche Religion. Auch die erste Zugabe hatte nochmals unterstrichen, warum das KFZ die preisgekrönte A-cappella-Gruppe im Rahmen des Kabarettherbstes präsentierte.

von Manfred Schubert

Mehr lesen Sie am Montag in der Printausgabe der OP.

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