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Marburg Oldtimer auf großer Fahrt
Marburg Oldtimer auf großer Fahrt
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00:17 02.07.2018
Dutzende historische Schmuckstücke der Automobilgeschichte werden am Samstag zur Oldtimer-Fahrt durch das Hinterland touren. Quelle: privat
Marburg

Es ist die 34. Oldtimer-Fahrt „Rund um Marburg“  vom Marburger Automobilclub e. V., Ortsgruppe im ADAC. Akribisch haben die Oldie-Liebhaber den diesjährigen Massenausflug geplant und organisiert. Die genaue Streckenführung verraten sie dabei nicht. Nur so viel: Anlaufstelle, Start- und Endpunkt der rund 150 Kilometer langen Tour ist das Autohaus von Mitorganisator Wolfgang Freihube in der Gisselberger Straße. Vom Parkplatz in der Willy-Mock-Straße aus werden nach einem gemeinsamen Frühstück am Morgen ab 9 Uhr nach und nach die Teilnehmer in Richtung Bad Endbach aufbrechen.

Am dortigen Autohaus ist ­eine Mittagspause geplant. Gegen 16 Uhr am Nachmittag werden die letzten Fahrer in Marburg zurück erwartet. Mehr als 90 Oldtimer-Fans haben sich für das Event angemeldet, berichtet Mitorganisator Bernd Schönherr. Teilnehmen dürfen Oldtimer ab 30 Jahren aufwärts und Youngtimer-Wagen ab 25 Jahren.

Einen überlangen Oldtimer-­Korso wird es am Morgen ­jedoch nicht geben, das wäre dann doch zu viel für den Verkehrsfluss. Denn es geht nicht um Zeit, um Strecke oder Schnelligkeit. Im Gegenteil. Die Tour ist als touristische Wertungsfahrt deklariert, quasi ein Ausflug im historischen Schlitten mit Wettbewerbscharakter. Dabei steht das Erlebnis im Mittelpunkt – die Fahrer sollen ­Besonderheiten in der Landschaft entdecken.

Fahrer sollen die Landschaft wahrnehmen

Das ist auch der Grund, warum es dieses Jahr ins Hinterland geht. „Die Landschaft ist besonders schön und das sollen die Teilnehmer wahrnehmen“, erklärt Schönherr. Für die Veranstaltung setzt der Automobilclub auf ein „hohes Niveau – die Leute erwarten einiges von der Fahrt und wir möchten möglichst viele Hingucker-Fahrzeuge“. Es geht nicht einfach um einen Ausflug. Während der Tour haben die Teilnehmer diverse Aufgaben zu erfüllen, unter anderem müssen sie sich per Landkarte orientieren oder bestimmte Sehenswürdigkeiten und Stationen finden, wo Vereinsmitglieder bereitstehen, um die Wertungskarten abzustempeln.

Je nach Schwierigkeitsgrad und nach Kategorien „Tourist“ oder „Sportler“ aufgeteilt, könne das zu einer echten Herausforderung werden, sagt Schönherr. Die Zielpunkte­ lassen sich mitunter gar nicht so einfach entdecken, erst recht nicht bei zu schneller Fahrt und nur mithilfe von Karte und Beifahrer. Die Geschwindigkeit soll gezielt niedrig gehalten werden. Rund 40 Prozent der Teilnehmer werden am Ende nach verschiedene Klassen und je nach Baujahr ihres Wagens prämiert und erhalten Pokale.

Erfahrungsgemäß erregen die vielen originalen und bestens restaurierten Oldtimer auf der Strecke hohe Aufmerksamkeit von den Anwohnern. „Viele Leute sind nostalgisch und immer ganz begeistert von den schönen Schmuckstücken – das sind echte Sympathieträger“, findet der Organisator. Und die sollen auch gesehen werden und auf die Straße kommen. „Wir wollen die historischen Autos als rollende Museen nicht nur erhalten, sondern auch bewegen“, erklärt Schönherr die Idee hinter der traditionellen Oldtimer-Fahrt. Zugleich sollen die Fahrer die Landschaft und die Fahrt in ihrem eigenen Oldtimer „mit Spaß und Leidenschaft so richtig erleben“.
Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.m-a-c-ev.de.

von Ina Tannert