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Wenn das Baby die falsche Farbe hat

OP-Filmtest: „Zum Verwechseln ähnlich“ Wenn das Baby die falsche Farbe hat

Frankreich ist bekannt für seine Komödien, die ein brisantes Thema auf luftig-lockere Art behandeln. In „Zum Verwechseln ähnlich“ geht es um die Konfrontation zwischen Schwarz und Weiß – und zwar anders als üblich.

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Jetzt ist alles gut: Der kleine Benjamin hat die Herzen der Familie und der Freunde von Sali und Paul erobert.

Quelle: Neue Visionen

Marburg. Sali und Paul sind ein glückliches Paar. Zusammen haben die beiden in Paris einen Blumenladen eröffnet. Beide wünschen sie sich zu ihrem Glück auch noch ein Kind, können aber selbst keines bekommen. Der Adoptionsantrag läuft schon lange. Dann passiert es: Der kleine Benjamin sucht Eltern. Dass Benjamin weiß ist, stört seine Adoptiveltern nicht.

Ihr Umfeld aber, vor allem die senegalesischen Großeltern, reagiert wenig begeistert – niemals wollen sie ein weißes Baby als Enkel akzeptieren.
Lucien Jean-Baptiste schlüpft nicht nur in die Hauptrolle des stolzen Vaters, er hat auch Regie geführt. Mit den Mitteln des Humors und einiger Überspitzung erzählt der Regisseur davon, was passiert, wenn schwarze Eltern ein weißes Baby haben.

Rassismus andersherum

Von der Mitarbeiterin des Jugendamts und der Kinderärztin misstrauisch beäugt, muss die Adoptivmutter auch damit klarkommen, dass sie auf dem Spielplatz stets für das Kindermädchen ihres Babys gehalten wird. Das dürfte nicht weit von der Realität entfernt sein, interessanterweise sind weiße Adoptiveltern mit farbigen Adoptivkindern weit eher die Norm.

Aber Rassismus funktioniert auch andersherum: Die Familie der Adoptiveltern kann sich mit dem Enkel, der die falsche Hautfarbe hat, zunächst überhaupt nicht anfreunden. Wie in französischen Komödien üblich, kommt nach einigen Irrungen und Wirrungen aber natürlich alles ins Reine – ob das in der Realität auch immer so ist, sei dahingestellt.

Jean-Baptiste setzt gelegentlich etwas zu sehr auf Klamauk, es gelingen ihm aber auch wirklich entlarvende Szenen. Am Ende kann niemand dem Charme des Babys widerstehen. Nette Unterhaltung mit einer Portion Tränendrüse, aber auch mit einer ganzen Reihe von nachdenklich machenden Momenten.

von Heike Döhn

Zum Verwechseln ähnlich erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat:  sehenswert mit der Note 2,93 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Empfehlenswert und witzig.“
Manorma Passmore aus Marburg

„Wunderbar, wenn man die Welt so auf den Kopf stellt. Immer gut, wenn gezeigt wird, dass es auch anders geht.“
Susanne Träger aus Marburg

„Zum Schmunzeln. Schöner Unterhaltungsfilm.“
Bernd Zimmer aus Marburg

„Sehr schöner, Mut machender Film.“
Thomas Arndt aus Marburg

„Inspirierend.“
Kerstin Bunte aus Marburg

„Ein sehr gelungener Film.“
Kazim Kutooglu aus Marburg

„Ein Film zum Lachen und zum Nachdenken.“
Michelle Auletta aus Marburg

„Der Film war toll bis auf das Ende.“
Andreas Hesse aus Marburg

„Unterhaltsam und schön, etwas fürs Herz.“
Miriam Hesse aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Christa Stuwe, Sherif Korodowou, Johannes Frey, Karin Passmore und Maria Obst-Hesse. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Sully (3,71)
2. Guardians of the Galaxy (3,69)
3. Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (3,68)
43. Zum Verwechseln ähnlich (2,93)

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