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Marburg Witz, Action und tolle Bilder
Marburg Witz, Action und tolle Bilder
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15:44 27.04.2017
Star-Lord Peter Quill trifft auf Ego (Kurt Russell), eine Gott-ähnliche Gestalt, die ihm erklärt, er sei sein Vater. Quelle: Marvel Studios
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Marburg

Filme mit Superhelden gibt es häufig. Meist sind es gutaussehende und vor allem bestens trainierte Typen, die die Welt vor dem Bösen retten. Auch deswegen war der Erfolg von „Guardians of the Galaxy“ vor rund drei Jahren so überraschend. Denn auf den ersten Blick schienen die Hauptfiguren wenig Heldenhaftes an sich zu haben: der sprechende, so vorlaute wie knuddelige Waschbär Rocket, der Frauenheld und Ex-Erdbewohner Peter Quill alias Star-Lord, gespielt von Chris Pratt. Gamora (Zoe Saldana), die grünhäutige Kämpferin und ihre Schwester, die blauhäutige Killerin Nebula – und Groot, der einsilbige und gutherzige humanoide Baum.

Zusammen bewahrten sie als „Guardians of the Galaxy“ unsere Galaxie vor dem Untergang und spielten damit weltweit fast 800 Millionen US-Dollar ein. Die Beschützer der Milchstraße hielten sich zudem als erstes Werk aus dem Hause Marvel vier Wochen lang auf Platz eins der US-Kinocharts. Nun kommt, erneut unter der Regie von James Gunn, die von Fans heiß erwartete Fortsetzung des Weltraumabenteuers in die Kinos.

Durch ihren heldenhaften Einsatz im Vorgängerfilm haben sich Peter Quill und sein Team in der ganzen Galaxie einen Namen gemacht. Auch diesmal sind die Außenseiter als Beschützer unterwegs. Quill aber muss sich noch einer ganz anderen Art von Herausforderung stellen: Da taucht plötzlich ein graumelierter, bärtiger Mann namens Ego auf, der behauptet, sein Vater zu sein. Als Kind war Quill nach dem Tod seiner Mutter von der Erde entführt worden, um unter Außerirdischen aufzuwachsen. Und dieser Ego will ihm weismachen, dass er nicht nur übermenschliche Kräfte hat, sondern auch unsterblich ist. Auch Gamora muss sich ihrer familiären Vergangenheit stellen: Tief in ihrem Herzen wünscht sie sich nichts sehnlicher als eine Versöhnung mit ihrer Schwester Nebula.

Weltraumabenteuer macht 130 Minuten lang Spaß

Neben allen familiären Dingen aber geht’s bei den „Guardians“ wieder um nicht weniger als die Rettung des Universums. Immer wieder fühlt man sich an Klassiker wie „Star Wars“ oder „Star Trek“ erinnert. Chris Pratt etwa hat seinen Peter so angelegt, dass man an den jungen Luke Skywalker denken muss. Figuren wie die grünhäutige Gamora kann man sich gut im Umfeld des Raumschiffs Enterprise vorstellen. Allerdings widersetzt sich das Weltraumabenteuer erneut eindeutigen Zuschreibungen – das machte schon den ersten „Guardians“-Film so reizvoll. Einen sprechenden Waschbären hat man in den, sich recht ernst nehmenden Weltraum-Sagas schließlich noch nicht erlebt. Der Humor der „Guardians“ ist neu und erfrischend. Zudem gibt es viele Momente, die an Superheldenfilme à la „Avengers“ denken lassen.

Für Abwechslung sorgen Auftritte von Größen wie Kurt Russell, der Peters Vater spielt und als Gott-ähnliches, auf einem paradiesischen Planeten lebendes Wesen ein böses Geheimnis birgt. Der 66-Jährige erlebt im Kino gerade einen zweiten Frühling, ist auch im jüngst gestarteten achten Teil der „Fast & Furious“-Reihe zu sehen. Freuen dürfen sich auch Fans von Sylvester Stallone, der als Mitglied der gefürchteten Ravagers-Bande so frisch daherkommt wie schon lange nicht mehr.

Cat Stevens singt zum Finale

Niemand aber in diesem an Figuren so reichen Film nimmt so sehr für sich ein wie Groot, der als Reinkarnation namens Baby Groot in Erscheinung tritt. Das winzige, baumartige Wesen ist ungemein liebenswürdig und wunderbar animiert. Und dass Groot tanzen kann, das stellt er in der Eröffnungssequenz, einer famosen Kampfszene rund um ein krakenartiges Monstrum, unter Beweis.

Neben Action hält der zweite Teil der „Guardians“ allerdings auch manch kontemplativen Moment parat. Dazu gehören etwa Versöhnungsszenen, die gehörig unter die Haut gehen – was nicht zuletzt an der flankierenden Musik liegt. Zum Finale ertönt „Father and Son“ von Cat Stevens, ein Stück, das hervorragend passt zum großen Thema des Films: Familie.

Schon im ersten Teil spielte die Musik der 60er- und 70er-Jahre eine wichtige Rolle, diesmal umfasst der Soundtrack Pop-Perlen von Fleetwood Mac und anderen. Die Musik gehört zu den vielen Ingredienzien, die „Guardians of the Galaxy 2“ zu einem großen Weltraumabenteuer machen: teils atemberaubende Bilder, unvergessliche Kostüme, mit Humor gespickte Dialoge. Vor allem aber: Tolle Schauspieler und Charaktere, die schlichtweg über mehr als 130 Minuten hinweg Freude bereiten.

  • Der Film läuft im Cineplex.

von Matthias von Viereck

 „Guardians of 
the Galaxy 2“ erhielt von den Besuchern der OP-Schnupper-
Premiere im Cineplex das Prädikat: sehenswert mit der Note 3,69 (Bestnote ist 4,0).

Zuschauermeinungen:
„Knallbunte Action mit Witz und Herz und ganz viel Groot.“
Pascal Dietz aus Marburg

„Vor allem visuell sehr ansprechend. Insgesamt ein guter Film (wie von Marvel gewohnt), Story wirkte aber ein wenig nebensächlich.“
Felix Freudenstein (20) aus Marburg

„Sehenswerter Film. Lustige Fortsetzung des 1. Teils.“
Maximilian Gade aus Kirchhain

„Das war der Hammer. Muss ich auf jeden Fall nochmal gucken.“
Lioba Stappert (22) aus Marburg

„Außerordentlich gute Unterhaltung mit Witz und Herzschmerz.“
Tobias Niggemann (27) aus Olsberg

„Grootastic.“
Richard Domin (25) aus Marburg

„Die üblichen Gags super – im ersten Teil. Leider zu viel Gefühlsduselei, aber alles in allem: Ich bin Groot.“
Hendrik Drischmann aus Ebsdorfergrund

„Perfekte Mischung aus Humor, Spannung, Action und Story. Absolute Empfehlung.“
Felix Böhm (19) aus Bürgeln

„Nicht besser und nicht schlechter als Teil 1. Gelungenes Popcorn-Kino. Für Marvel-Fans ein Muss.“
David Block aus Kirchhain

„Sehr schöne und gelungene Fortsetzung, die zwar zu viele Seiten der Geschichte gleichzeitig beleuchten will, aber mit tollen Effekten und viel Charme einen grandiosen Filmspaß bietet.“
Lutz Oliver Steinle (22) aus Marburg

Die Gewinner:
Je zwei Freikarten gehen an: Jennifer Albrecht aus Kirchhain, Hendrik Drischmann aus Ebsdorfergrund, Maximilian Gade aus Kirchhain, Lily Tappe aus Marburg und Jakob Wenning aus Wehrda. Die Karten werden zugeschickt.

Die OP-Hitparade:
1. Sully (3,71)
2. Guardians of the Galaxy 2 (3,69)
3. Phantastische Tierwesen . . . (3,68)

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