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„Neugierig aufs Marburger Publikum“

Hessisches Landestheater Marburg „Neugierig aufs Marburger Publikum“

Gleich drei Premieren und ein buntes Rahmenprogramm – so möchte das Hessische Landestheater in die neue Spielzeit starten.

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Die neue Fassade des Hessischen Landestheaters Marburg ist beinahe fertiggestellt.

Quelle: Tanja Hamer

Marburg. Neben dem Wechsel in der Theaterleitung und dem damit einhergehenden Ensemblewechsel hat sich das Hessische Landestheater Marburg auch optisch verändert – innen wie außen.

Mit den Umbauarbeiten beschäftigt sich die erste Darbietung am Freitag, 17. September, um 18.30 Uhr auf dem Theatervorplatz. Die Compagnie Beau Geste führt dort ein ungewöhnliches Pas de Deux zwischen Tänzer und Bagger auf. Dr. Christine Tretow, Direktorin für Organisation und Marketing, sprach in diesem Zusammenhang der Firma Herzog ihren Dank aus, die den Bagger zur Verfügung stellt.

Das Thema Baustelle wird auch in der „Hamlet“-Inszenierung mit auf die Bühne getragen. Von einem „ungewöhnlichen Blick auf die Tragödie“ spricht Chefdramaturg Alexander Leiffheidt. Die Inszenierung konzentriere sich sehr aufs Wesentliche und kreiere einen speziellen Raum, der etwas Improvisiertes an sich habe. Im Anschluss gehen die Feierlichkeiten am Theater weiter: Die Feuertanzgruppe firedancer baut Feuerskulpturen und verbindet Tanz mit Lichtjonglage. Ein zweiter Auftritt ist für den Samstag, ebenfalls im Anschluss an die Premiere geplant. Musikalisch werden die Apparatschiks in der Black Box für Tanzlaune sorgen, danach kann weitergetanzt werden, bis der DJ aufgibt.

Am Samstag, 18. September, ist Weltkindertag, der in Abstimmung mit der Stadt am Theater gefeiert wird. Von 14 bis 18 Uhr steigt ein großes Kinderfest von Unicef und Kinderschutzbund vor dem Theater am Schwanhof. Dazu bieten drei Gastspiele kindertaugliches Theater: das Musiktheater Tonfisch, Peter Rinderknecht und das Puppentheater Das Helmi.

Ab 18.30 Uhr geht es auf zur nächsten Premiere in der Stadthalle. Aber der Weg wird nicht leise beschritten: Mit einer feierlichen Parade, die zunächst von der Mabó-Band und dann von der Gruppe Grotest Maru angeführt wird, sollen möglichst viele der Besucher des Festes mitgenommen werden. Der Zug geht durchs Südviertel bis zum Rudolphsplatz, der dafür von Ordnungsamt und Polizei abgesperrt werden wird.

In der Stadthalle findet dann um 19.30 Uhr die Premiere von „The Black Rider“ statt. Zur Musik von Tom Waits verspricht Dramaturgin Annelene Scherbaum ein Gruselmärchen, das eine Geschichte der Abhängigkeit erzählt. Die Zuschauer erwartet ein „visuelles Stück“ – von Lichtdesign auf der Bühne über Kostüme und Masken, die die Figuren überzeichnet wirken lassen, schöpft die Inszenierung aus dem Vollen.

Für die Party danach wird die Band Straight Bourbon in der Stadthalle erwartet. Auch dort ist wieder jeder Besucher willkommen, der Eintritt ist frei – wie zu allen Veranstaltungen rund um die Premieren. Am Sonntag, 19. September, steht mit dem Theater der Finsternis eine Premiere der besonderen Art an: „Der Sturm“ wird im Historischen Schwanhof in einem dunklen Raum gespielt. Die Zuschauerzahl ist dabei sehr begrenzt. Auch sonst will Intendant Matthias Faltz einiges ausprobieren. So wird Theaterpädagoge Michael Pietsch ein Marburger Slam Ensemble mit Jugendlichen aufbauen. Die Angst, es könnten eventuell zu viele Veränderungen für das Marburger Publikum sein, bezeichnete Faltz als „überschaubar“.

von Tanja Hamer

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Am Donnerstag kamen sie zum ersten Mal alle zusammen: Das neue Team des Hessischen Landestheaters Marburg unter Intendant Matthias Faltz.

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