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Marburg Neugier auf neue Spielstätten
Marburg Neugier auf neue Spielstätten
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17:57 23.08.2013
Die Theaterferien sind vorbei: Schauspieler, Techniker und die Leitung des kleinsten hessischen Subventionstheaters bereiten sich auf die neue Spielzeit vor.Foto: Uwe Badouin
Marburg

Die Theaterferien sind vorbei: Am Donnerstag schwörte Intendant Matthias Faltz sein Team in entspannter Atmosphäre auf die kommende Spielzeit ein - die erste ohne Stadthalle, die bis Herbst 2015 komplett saniert werden soll. Dem großen Saal trauert man derzeit beim Landestheater nicht nach. „Wir freuen uns auf die neuen Spielstätten, das wird sehr spannend“, sagt Intendant Matthias Faltz mit Blick auf die Lutherische Pfarrkirche und die Galeria Classica.

Diese Spielstätten wird das Marburger Theaterpublikum sehr bald kennenlernen: Schon am 7. September hat der Kleist-Klassiker „Michael Kohlhaas“ in einer Inszenierung von Faltz in der Pfarrkirche Premiere. Am 29. September zieht „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“, eines der großen Brecht-Dramen, in die Galeria Classica ein.

Mit in die Galeria Classica nimmt Faltz auch seine Erfolgsproduktion aus der vergangenen Spielzeit: Die „Blues Brothers“ werden in dem ehemaligen Autohaus rocken. Für die „Dreigroschenoper“, ebenfalls ein Publikumsrenner, gibt es in Marburg nach dem Wegfall der Stadthalle allerdings keinen Platz mehr - die wird dafür sehr gut für Gastspiele gebucht.

Das Familienstück zu Weihnachten zieht um in das Theater am Schwanhof: „Momo“ wird in diesem Jahr gespielt. Und schon jetzt sind nahezu alle Schulvorstellungen ausgebucht (die freien Termine finden Sie im Hintergrund-Kasten).

Die Marburger Theaterbesucher müssen in der kommenden Spielzeit auf eine Reihe bekannter Gesichter verzichten: Martin Maecker, Franziska Knetsch, Johannes Hubert, Tim Hastenpflug, Sonka Vogt und Charles Toulouse haben das Ensemble verlassen, bleiben dem Theater teilweise aber als Gäste erhalten. Neu im Ensemble sind Artur Molin, Julia Glasewald, Tom Bartels, Marlene Hoffmann, Thomas Huth und Victoria Schmidt, die die OP demnächst vorstellen wird.

Ein neuer Beleuchter wurde ebenfalls eingestellt. Er soll helfen, die angespannte Personalsituation insbesondere in den technischen Abteilungen ein wenig zu entspannen. Wie Kulturdezernentin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) erklärte, wird die Stelle aus dem normalen Theateretat finanziert. Die Stadt bemühe sich um eine bessere Theaterfinanzierung. Allerdings sei dies nur in Absprache mit dem Land Hessen, dem zweiten Gesellschafter, möglich.

von Uwe Badouin

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